ich-will

Die Geschichte handelt von vier jungen Menschen. Sie suchen alle nur das eine. Geborgenheit, Anerkennung und vor allem Liebe. Die Hauptfiguren, sind Anna Köster (15) Dirk Lüdwitz (16) und Lisa (17) und Laura ( 15) Wächter .Lisa und Laura leben bei ihrem Onkel und der Tante in München. Sie haben eigentlich alles, nur ihnen fehlt ihr Vater . Thomas Wächter kam bei dem Versuch dem Freund und Kollegen Dr. Michael Lüdwitz das Leben zu retten, selbst ums Leben. Michael und Dirk ins im Zeugenschutz in den USA. Anna Köster lebt bei der Mutter und dessen Lebensgefährten Italien. Beatrice (Bea) Köster war nach der Scheidung von ihrem Mann Jens nach Italien gezogen. Dort hatte sie mit dem Gastwirt und Lebemann Gero ein Lokal.

A-Team

B-Team

   

Jens Köster

Biggi Schwerin

Dr. Mark Harland

Dr. Karin Thaler

Peter Berger

Enrico Cortini

 

 

 

 

 

Ich will...........

oder

Träume von der Liebe

 

Ein Mädchen rannte in Venedig in Richtung LKW-Parkplatz. Sie sah einen der nach Rosenheim ging. Er hatte das Kennzeichen drauf. Sie stieg auf die Ladefläche und versteckte sich hinter den ganzen Kisten die vor ihr waren. Da hörte sie stimmen. Sie rührte sich nicht. „Gut Herr Rosen, in drei Tagen holen sie die nächste Fuhr. Grüßen Sie mir den Chef, Herrn Bauer.", sagte der eine.

Dann schloss sich die Ladeklappe des LKW. Sie hörte die Fahrertüre. Das Mädchen hieß Anna Köster . Sie war nach den Schlägen des gewaltigen Freundes der Mutter abgehauen. Sie würde sie eh nicht vermissen. Sie brauchte sie nur um den Unterhalt vom Vater zu erhalten. Es war noch hell. Durch die Schlitze des LKWs sah etwas. Der Fahrer fuhr zügig. Sie holte aus dem Rucksack den Geldbeutel und zog ein Bild raus. Auf dem Bild war ein Mann. Ihr Vater. Jens Köster arbeitete als Pilot. Da er auch nachts fliegen musste und vor allem Schicht fliegen musste, gab es wie sie noch zusammen waren immer Streit zwischen den Eltern. Sie streichelte über das Bild. Sie wusste nur von ihm dass er bei Medicopter 117 in der Luftrettung als Pilot arbeitete. Der LKW hielt und sie sah die Grenze. Es war die Grenze nach Österreich. Nach einem kurzen Stop ging es weiter.

In München / In einer Wohnung

„Happy Birthday, Tante Claudia, Happy Birthday ...sangen Laura und Lisa. Ihre Tante wurde heute 40 Jahre alt.

Laura brachte auf einem Kleiderbügel ein Kleid.

„He Mädels wo habt ihr das Kleid her. Das ist ja supertoll.", wollte Claudia Wächter wissen.

„Na, du und Onkel Rolf ihr wart doch vor 4 Wochen das Wochenende weg. Da haben wir den Dachboden inspiziert und Laura hat die Nähmaschine gefunden. Ja und nach dem Onkel Rolf wie alle Männer mit Geburtstagen und Geschenken nichts anfangen können hat Laura das Kleid entworfen und auch genäht. „, sagte Lisa.

„Ich habe auch für euch was?", sagte Claudia Wächter.

Sie kam mit zwei Geschenkboxen zurück. Die stellte sie hin.

„Ich habe gestern Mittag in Traunstein Karin getroffen. Die sind von ihr. Zu der fahrt ihr bis Morgen Abend , da wir ein Wochenende alleine und im Wellenesshotel in Salzburg genehmigen.", sagte sie und stellte sie ihn.

„Klasse „, schrieen die Beiden.

New York/ In einer Wohnung

„Mensch Dirk hoffentlich finden die den Deppen bald dem wir das Ganze zu verdanken haben. Ich will nach Deutschland zurück. Ich komme mir hier eingesperrt vor.", sagte Michael Lüdwitz zu seinem Sohn.

„Nicht nur du Papa.", war die Antwort. Die beiden spielten noch ne Partie Schach und gingen dann ins Bett

Der LKW fuhr weiter. Anna war schlecht vor Schmerzen. Ihr Bauch tat höllisch weh. Gero der Freund der Mutter hatte sie geschlagen, weil sie sich weigerte mit ihm ins Bett zu gehen. Er wollte Sex mit hier haben. Ihre Mutter Beatrice war ihm hörig. Für sie zählte wie immer nur das tolle Haus, die Kleider, das Auto. Sie amtete durch. Tief. Es wurde Nachmittag, der LKW hielt nochmals. Sie erkannte einen Parkplatz und entschloss sich nach dem der Fahrer weg war was zu essen. Ob sie die Mutter schon vermisste, fragte sich Anna.

„Gero weißt du wo Anna ist?", sagte Beatrice Köster zu ihrem Lebensgefährten.

„Die habe ich in den Keller gesperrt, da sie mich angeschrieen hat.", sagte der Gastwirt.

„Lass sie bitte raus ich muss mit ihr einkaufen. Für die Schule.", sagte Beatrice Köster und küsste ihren Freund.

Der lief davon. Nach einer Weile kam er wieder.

„Die Türe ist aufgebrochen und deine Tochter ist fort . Bin ich das Weib endlich los.", sagte er und lachte dreckig.

In der Basis Traunstein hatte die B-Crew noch Dienst. Karin wartete wie ein kleines Kind auf das Ende der Schicht. Sie hatte Biggi und Enrico erzählt dass Laura und Lisa zu ihr kommen würden. Biggi hatte sie dann gebeten zu ihr mit den Mädels zu kommen. Die Türe ging auf und Jens Köster der Pilot der A-Crew kam rein.

„Hallo „, grüßte er

„Hallo was machst du schon da?", wollte Biggi wissen.

„Ich muss in den Papierkrieg ziehen.", sagte er und ging in Richtung Büro. Nach einer Weile war der Rest der Crew auch da. Peter hatte schlechte Laune. Eigentlich wollten Stella und er im Urlaub nach Italien zu Stella Mutter nur die wollte Peter nicht sehen. Er unterhielt sich mit Enrico als der Funk los ging. Es wurden beide Teams angefordert, da zwei Unfälle in entgegengesetzter Richtung passiert waren. Die B-Crew sprintete zum Heli. Die A-Crew wartete noch auf den Heli. Sie schüttelten die Köpfe. Nach dem sie los geflogen waren sahen sie Basisleiter Höppner zum Auto gehen.

Ein Auto war mit einem Laster zusammengestoßen. Karin und Enrico rannten zu dem Wagen. Sie öffneten die Türen. Karin fühlte den Plus des Fahrers.

„Genickbruch der ist tot. „, sagte sie .

„ Die Beifahrerin auch. Die hat ne Ast ins Herz bekommen.".

Karin lief zum LKW. Sie versorgte den Fahrer der nur leichte Verletzungen hatte." Da landete der zweite Medicopter

„Karin das vorhin war ein getürkter Einsatz. Ich gehe nochmals zu Enrico und helfe ihm.", sagte sie.

„Lisa , Lisa „ schrie ein Mädchen.

„Nein nicht du. Ich brauche dich doch. Nicht noch du", schrie das Mädchen.

Bis Mark und Peter an die Stelle kamen hatte das Mädchen, das andere Mädchen aus dem Auto gezogen.

Mark kniete sich hin. Laura lief das Blut aus der Kopfplatzwunde. Doch Mark konnte für die 17-jährige nichts mehr machen. Sie hatte wie die andern einen Genickbruch erlitten und war tot. Er stand auf und sah Peter an. Der Sanitäter war kreideweiß. Aber nun besonn er sich und meinte

„Mark das Lisa Wächter, Thomas Tochter. Das ist Laura ihre Schwester", sagte er

Karin kam angerannt. Als sie Laura sah erschrak sie. Dann sah sie Lisa und sie hatte Tränen in den Augen.

Sie nahmen Laura mit und flogen in die nächste Klinik wo sie genäht wurde. Sie stand unter schwerem Schock.

Karin nahm sie mit zu sich. Sie stellte die Anträge auf das Sorgerecht für Laura. Auch wollte sie die Beerdigung für Lisa organisieren.

„Gero weißt du was los ist wenn die zu Jens abgehauen ist. Sie hat es mir angedroht, dass wenn sie das Geld hat, dann geht sie für immer. Ich brauche das Geld für den Unterhalt von ihr", sagte Bea Köster zu ihrem Freund.

„Die kommt schon wieder. Wenn sie bis morgen nicht da ist, dann müssen wir halt zu Jens fahren. Oder die Polizei einschalten.", sagte er und verschwand in der Küche.

Bea Köster ging noch um bei den Schulkammeradinen zu fragen und entschloss sich dann noch etwas tanzen zu gehen.

Anna saß im LKW, der steuerte auf die deutsche Grenze los. Als sie durch die Durchwaren hielt der LKW auf einem Parkplatz. In einem unerkannten Moment stieg sie über die Ladefläche aus und verschwand in der Dämmerung. Sie lief zum nächsten Bahnhof . Der hieß Freilassing. Sie sah auf die Tafel nach Traunstein. Sie löste eine Karte mit dem Geld das sie noch hatte. Nun war sie schon in Deutschland. Sie wollte nur noch zur Basis und zu ihrem Vater. Was würde er sagen? Wie würde er reagieren. Der Zug fuhr erst in einer Stunde. Bis dort war, würde es dann 0.00 Uhr sein. Sie hatte wieder Schmerzen. Sie wollte an die Basis gelangen . Egal wie.

Sie setzte sich in den fast menschenleeren Zug. Dann legte sie die Beine hoch. Alles tat weh. Die Schmerzen wurden stärker.

Laura weinte die ganze Nacht. Karin streichelte sie. Sie hatte ihr es versprochen, dass sie nicht ins Heim müsste. Irgendwann schliefen beide ein. Karin schrieb Laura einen Zettel.

Sie und Mark kamen als erstes zur Basis. Als sie um die Ecke kamen sahen sie vor der Türe was liegen. Die beiden Notärzte rannten los. Sie fanden ein Mädchen. Mark trug es in den AR. Nach dem er ihr einen Zugang gelegt hatte und ihr Kreislaufmittel verabreicht hatte wachte sie auf. Karin und er standen neben dem Sofa.

Die Türe der Basis flog auf und die Piloten stürmten rein.

Anna schlug die Augen auf.

„Wo bin ich?" sagte sie verwirrt.

„Dr. Mark Harland, Dr. Karin Thaler, wir sind hier Notärzte. Du bist vor unserer Basistüre unterkühlt zusammengebrochen. Kannst du uns deinen Namen sagen?", wollte Mark wissen. Die Piloten kamen ans Sofa. Das Mädchen schaute Mark an.

„Anna Köster. Papa ich will zu dir. Gero schlägt mich nur, weil ich mit ihm nicht Sex haben will.", sagte das Mädchen an Jens gewandt. Der war im Moment nicht zu einer Antwort fähig. Nach kurzer Zeit ging er hin zu ihr. Er kniete sich vor sie.

„Anna, was war los. Hast du Schmerzen?", wollte er wissen.

„Ja. Gero hat mich in den Bauch getreten.". sagte sie

Karin wandte sich an Biggi.

„Hol das Sonogerät aus dem Heli und schmeiß den an, Anna muss sofort in die Klinik. Stell ne Verbindung zu Marks Vater her.", sagte die Notärztin.

Dann spritze sie Anna ein Mittel das sie müde machte. Sie sah den Kollegen mit sorgenvollen Blick an.

„Karin ich sperre uns für ‚s Wochenende. Denn Laura braucht dich und Jens und Anna mich. Das wird sonst zu viel.", sagte er.

„Jens, Anna hat wahrscheinlich innere Verletzungen, wir fliegen sie in Krankenhaus und nach der Diagnose stellen Karin und ich Strafantrag gegen deine Ex-Frau und deren Freund. Das ist strafbar. Anna bleibt bei dir. Ja und wir helfen dir. Das ist Ehrensache. Da kam Biggi mit der Trage und Peter und Enrico. Sie hatte die Sanitäter informiert.

Nach wenigen Minuten waren sie in der Klinik. Anna wurde in den OP gebracht. Sie hatte innere Verletzungen und Blut im Bauchraum. Nach einer Stunde kamen Mark und Karin mit Anna im Bett wieder raus. Sie erklären Jens alles. Dann brachten sie Anna auf Station. Sie bekam ein Bett in einem Zweibettzimmer. Dort lag ein Junge. Die Schwestern waren gerade dabei ne Trennwand aufzustellen. Da meinte die Mutter des Jungen

„Schwester , kommen Sie sich jetzt nicht lächerlich vor? Machen Sie die Wand weg. Das sind zwei junge Menschen in fast gleichen Alter. Bitte.", sagte sie

„Sie haben recht. Meine Tochter Anna will das Ding nicht. Ihr tut der Kontakt zu ihrem Sohn sicher gut. Jens Köster.", sagte Jens und reichte der Frau die Hand

„Dr. Maren Kiel, das ist mein Sohn Nico. Er wurde mit einem akuten Blinddarmdurchbruch eingeliefert.", sagte Dr. Kiel

„Gut. Aber Sie beide werden das dem Chefarzt Prof. Dr. Harland sagen. Denn der macht uns sonst zur Schnecke.", sagte die Schwester und nahm die Trennwand wieder mit.

Da kam Mark. Jens meinte.

„Die wollten ne Trennwand aufstellen. Kannst du deinem Vater sagen, das wir die Eltern den Abbau verlangt haben, da wir es als hirnrissig empfinden. Sonst macht der die Schwestern zur Sau. Anna schläft. Danke für alles Mark. Kommt Karin noch?", sagte er.

„Die ist schon hier.", sagte sie und sah nach Anna.

Mark ging und regelte das mit seinem Vater, der zwar nicht begeistert war, aber die Entscheidung akzeptierte. Er kam zurück und teilte es Jens und Dr. Kiel mit.

„Danke", sagte sie.

Da rührte sich Nico.

„Mama wo bin ich?", sagte er

„Du bist im Krankenhaus. Du hast mir ne gehörigen Schrecken eingejagt. Warum hast du mir nicht gesagt, dass du Bauchweh hast, Nico?", fragte Dr. Kiel den Sohn.

„Ich habe es Papa gesagt, der hat gesagt ich solle nicht wehleidig sein. Du warst ja in München. Mama tust du mir ne Gefallen?", sagte Nico leise

„Ja", war Dr. Kiels Antwort

„Reich die Scheidung ein. Wenn ich da heraußen bin suche ich ne Wohnung. Papa hat ne Freundin seit einem Jahr. Der betrügt dich nach Strich und Faden. Du bist Gerichtsmedizinerin mit gutem Posten, Du brauchst ihn nicht und ich kann auf ihn gerne verzichten. Ich hasse die Freundin nämlich.", sagte er.

„ Seit wann weißt du es, Nico?", wollte sie wissen

„Ich habe die beiden letzthin überrascht, da ich eher Schule aus hatte. Am Abend habe ich Papa zur Rede gestellt. Er hat es zugegeben. Er meinte du wüsstest davon.

„Ja, ich weiß es seit einem ½ Jahr. Seit her schläft Papa im Gästezimmer.", sagte sie

„Nico ich muss nachher noch Mals ins Institut. Wenn was ist kann Herr Köster dir das dann holen oder muss ich dableiben? Ja und wenn du es willst dann reiche ich die Scheidung ein.", sagte sie zu ihm.

Nico nickte und schlief ein. Nach einer Weile stand sie auf.

Jens nickte nur.

„Danke Herr Köster", sagte sie und ging.

Anna schlief ruhig. Nico ebenso. Anna wachte nochmals auf und erzählte alles Jens. Von den Quälereien und dass sie abgehaut wäre und sich in einem LKW versteckt hätte und so von Italien nach Deutschland gekommen wäre. Jens hörte ihr zu und versprach ihr dass sie nun hier bleiben dürfe und er sich um sie kümmern würde.

Jens ging am Abend aber nicht ohne der Schwester die Telefonnummer zu hinterlassen. Er fuhr zu Marks Wohnung. Der war nicht da. Dann fuhr er zu Karin. Dort traf er die Notärzte an. Sie hörten zu und sagten dass sie das ganze schon der Staatsanwaltschaft und dem Jugendamt gemeldet hätten. Beim Jugendamt hätten Sie die Ergebnisse der Untersuchung vorgelegt. Da er bei Anna war hatten sie es erledigt. Eine Frau Rot würde sich melden. Er würde aber das Sorgerecht für Anna erhalten und gegen den Peiniger würde strafrechtlich ermittelt. Wenn sich seine Ex-Frau melden würde, dann soll er nur sagen, dass Anna da wäre. Sonst nichts. Sie würde erst Anna besuchen wenn sie mit ihm gesprochen hätte. Ja und die Unterhaltszahlungen solle er umgehend einstellen. Als Karin ihm das alles mitgeteilt hatte, ging die Türe auf und Laura stand da. Sie hatte rote Augen vom Weinen. Jens sah sie an.

„Karin, kann ich was zu essen haben? Ist das Papas Nachfolger?" wollte sie wissen.

„Ja das ist er. Jens Köster. Was willst du essen. Steaks und Bratkartoffeln mit Salat habe ich da. Jens kommt aus dem Krankenhaus. Seine Tochter hat uns heute früh den Schrecken nach dir eingejagt. Die ist von der Mutter abgehauen, nach dem sie ihr Freund versucht hat zum Sex zu zwingen.", sagte Karin

„Die hat einen Vorteil. Die hat ihren Papa noch. Ich nicht. Und auch Lisa nicht mehr.", sagte sie und setzte sich . Dann weinte sie bitterlich. Mark und Karin schluckten. Jens sah sie an. Laura tat ihm leid. Mark erzählte ihm alles auf dem Weg nach draußen. Er war entsetzt.

„Gero soll ich Jens informieren. Oder fahren wir hin?", sagte Beatrice Köster zu ihrem Freund.

„Schreib ihm ein Telegramm. Das reicht Liebes", sagte er und küsste sie.

„Sie ist sicher bei ihm.", fügte er an.

Als Anna am nächsten Morgen erwachte sah sie Nico. Er war groß und hatte eine gute Figur. Sie sah zu ihm herüber.

„Hallo ich heiße Anna Köster. Wie heißt du? Warum bist du hier?", sagte sie

„Morgen, Nico Kiel . Ich hatte ne akuten Blinddarm. Und du? Warum bist du da? Wie alt bist du?

„Ich bin 15. Meine Eltern sind seit 5 Jahren geschieden und war bis gestern bei meiner Mutter in Italien. Die hat ne Freund, der wollte mich zum Sex zwingen und hat mich dann geschlagen und in den Bauch getreten. Mein Papa will erreichen, dass ich nun immer bei ihm bleibe. Er hat das Sorgerecht für mich beantragt.", sagte sie

Anna fand Nico nett. Sehr sogar.

Jens ging am Morgen gleich aufs Jugendamt zu Frau Rot. Sie war nett und sah sich seine Unterlagen durch. Dann sah sie ihn an. Sie schüttelte den Kopf.

„Herr Köster, ich werde meine Stellungnahme noch heute schreiben und persönlich der Staatsanwaltschaft vorlegen. Ich denke Sie haben die Sorgerechtsurkunde ab nächsten Monat spätesten im Briefkasten. Wie geht es Anna? Kann ich mit ihr reden? Nur wenn Sie dabei sind.", sagte sie

„Ihr geht es den Umständen entsprechend gut. Aber ich denke sie wird mit Ihnen reden. Ich bin in einer ½ Stunde im Krankenhaus. Sie können dann kommen. Chirurgie II Zimmer 18 oder doch 8 . Ach, frage Sie doch nach dem Zimmer, Frau Roth.", sagte er

Dann ging er zu Anna. Die freute sich ihren Papa zu sehen. Jens sagte ihr, dass heute die Frau vom Jugendamt käme und sie ihr doch alles sagen solle, da dies die Sache mit dem Gericht beschleunige. Da klopfte es und Frau Rot kam rein. Sie grüßte Anna und auch Nico und Herr Köster. Dann zog sie sich einen Stuhl hin und unterhielt sich mit Anna. Die schilderte ihr die Umstände in Italien. Frau Rot hörte zu.

Nach zwei Stunden ging sie wieder. Sie sagte Anna zum Abschied.

„Anna du bleibst beim Papa, dafür sorge nun ich. Aber nun musst du auch schnell gesund werden. Herr Köster Sie müssen morgen nochmals zu mir kommen. Mit ihren Papieren. Es gibt viel Schreibkram zu erledigen. Ach ich gehe nun schnell ins Schwesternzimmer und teile den Schwestern mit, dass ihre Frau Besuchsverbot hat.", sagte sie.

Anna sah sie an.

„Mama kommt nicht. Die hat nur den Gero, sein Geld , seine Autos und sein Lokal im Sinn. Aber ich bin die größte Nebensache der Welt Frau Rot.", sagte sie

Karin bekam für Laura das Sorgerecht. So mit konnte sie dann auch veranlassen, dass Lisa bei Thomas beigesetzt wurde. Den Onkel, die Tante und die Großmutter ließ sie verbrennen und ebenfalls als Urnen in Thomas Grab beisetzen .Laura war sehr mitgenommen sie nahm sehr ab.

„Übermorgen wird Lisa in Thomas Grab beigesetzt.", sagte Karin . Sie stellte einen Kaffee vor sich hin. Dann brachte sie Biggi und Enrico ne Tasse.

„Wir kommen auf alle Fälle, Karin.", sagte Biggi

„Ich auch. Ja und wenn ich richtig informiert bin, Peter, Stella und Mark auch.", sagte Jens

Dann ging er zu Anna ins Krankenhaus. Er erzählte ihr was Laura wiederfahren war und was sie am Abend davor gesagt hatte.

„Ich würde mich eher umbringen als zu Mama nochmals zu gehen. Die hat recht. Aber du gehst zu der Beerdigung. Oder nicht?", sagte sie

„Ja ich gehe. Ich komme davor nochmals bei dir vorbei.", sagte er .

„Wenn ich heim darf dann gehe ich mit.", sagte sie.

Mark, Peter und die anderen kamen. Sie hatten Anna einen Saft mitgebracht. Anna sah Nico an .

"Magst du auch ne Saft?", fragte sie ihn.

„Ja, gerne", sagte er.

„Peter hol mal bitte Nico ein Glas. Geht das.", sagte Anna

Peter nickte und ging zur Schwester. Er kam mit einem Glas zurück.

Karin kam nach dem Krankenhaus heim. Laura hatte den Tisch gedeckt. Ihre Augen waren rot vom vielen Weinen. Der Schmerz um den Verlust der Schwester war extrem groß. Karin nahm sie in die Arme. Sie tat ihr leid. Außerdem hatte sie Lisa auch sehr lieb gehabt.

„Ich will Lisa nochmals sehen, Karin", sagte sie.

Sie nickte.

„Ja, das geht. Aber bitte nur wenn ich oder Mark oder Peter dabei sind. Denn ich denke nicht das dies gut für dich ist, wenn du das allein machen müsstest.", sagte Karin.

„Wie schaut sie aus?", sagte Laura

„Als würde sie schlafen. Wie ein kleiner Engel", sagte Karin und nun kamen ihr auch die Tränen. Es klingelte. Mark und Peter kamen rein.

„Hast du sie schon gesehen?", wollte Laura wissen.

„Ja, ich war dabei als sie, Lisa heute gebracht hatten. Du hast geschlafen, da du die vergangenen Nächte nicht geschlafen hast, habe ich dich nicht geweckt.", sagte Karin.

„Peter gehst du morgen mit?", wollte Laura wissen.

„Wohin", wollte der Sanitäter wissen.

„Ich will Lisa nochmals sehen, bevor sie beerdigt wird. Karin will das ich nicht alleine hingehe.", sagte Laura.

„Klar wann soll ich dich abholen?", wollte er wissen.

„Wie hast du Dienst?", fragt sie

„Gar nicht bis zur Beerdigung von Lisa. Denn Mark hat Höppi klargemacht, dass du und Anna vorgehen.", sagte er

Karin sah den Kollegen an. Er nickte. Dann sah sie Karin an. „Wo sind Onkel Rolf , Tante Claudia und Oma?, fragte sie.

„Die werden morgen in München verbrannt und an Lisas Beerdigung mit beigesetzt. Du wolltest das ja so. Ich habe auch nur auf den Grabstein Lisas Namen mit draufsetzen lassen, so wie es dein Wunsch war.", sagte sie.

„Hast du so gegen 11.00 Uhr Zeit Peter?", sagte sie

Der nickte nur.

„Köster", meldete sich Jens als das Telefon klingelte

„Beatrice Köster", bekam er zur Antwort

„Jens ist Anna bei dir? Sie ist seit zwei Tagen verschwunden.", wollte seine Ex-Frau wissen

„Ja, sie ist bei mir. Das heißt sie liegt hier im Krankenhaus. Du kannst deinen Gero fragen was war. Nur eines. Ich habe für Anna das Sorgerecht beantragt. Du bekommst du sie nicht mehr. So und nun muss ich zu ihr. Guten Abend Beatrice", sagte er ruhig und legte auf. Doch nun musst er erst mal richtig durchatmen.

Er wählte noch rasch die Nummer von Mark. Da dieser nicht da war, sprach er ihm auf Band. Als er zu Anna kam stand Mark schon an ihrem Bett. Die beiden unterhielten sich.

„Wir wollten schon ne Suchtrupp nach dir losschicken, Papa? Wo warst du so lange?", sagte Anna.

„Ich habe einen Anruf erhalten und dann musste ich mich erst mal hinsetzen Schatz. Wie geht es dir? „, sagte er.

„Besser. Die Wunde heilt gut. Das haben die Ärzte gesagt und Mark hat es gerade bestätigt. Vielleicht darf ich morgen aber spätesten übermorgen heim. Das heißt zu dir", sagte sie.

Jens hatte ihr und Nico ne Pizza mitgebracht.

„Ich hole schnell zwei Teller und dann muss ich mit Mark unter 4 Augen reden.", sagte er und ging.

Mark wusste was Jens wollte. Er hatte den AB abgehört. Als Jens kam gab er ihm ein Zeichen, dass er auf dem Gang wartete.

Kurze Zeit später klopfte es. Es war Nicos Mutter die kam.

„Siehst du jetzt kommt der Salat Anna.", scherzte Nico.

Auf dem Gang erzählte Jens Mark von dem Gespräch mit Beatrice. Mark riet ihm zu Anna ehrlich zu sein. Nur so würde er ihr helfen können. Auch bestätigte er die schnelle Entlassung. Auch besprachen die Beiden die Beerdigung und was sie Laura geben wollten.

Es war 10.00 Uhr. Laura hatte sich ne schwarze Hose und einen schwarzen Pulli angezogen. Sie ging in die Küche. Karin hatte das Frühstück gemacht. Sie saß am Tisch. Da war noch ein Mann den Laura nicht kannte.

„Morgen Karin. Störe ich?", sagte Laura

„Morgen Laura. Nein du störst nicht. Das ist Marco Harland. Er ist der Bruder von Mark und Rechtsanwalt. Er wird dich vor Gericht vertreten.", sagte Karin

„Ich soll vor Gericht. Ich habe doch nichts gemacht?", sagte Laura entsetzt. Es klingelte. Karin öffnete die Türe und Mark kam mit Brötchen rein. Auch Peter war schon da. Der kam nach ihm durch die Türe.

„Nein, Laura du musst nicht vor Gericht. Aber du hast bei dem Unfall, deine Schwester, Oma, Tante und Onkel verloren. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anzeige wegen den LKW Fahrer wegen 4-fachen Mordes und schwerer Körperverletzung gestellt. Wenn du willst darfst du Marco sagen.

„ Marco der hat die nicht umgebracht. Mord heißt doch dass er die Absicht hatte oder habe ich mir da was falsches gemerkt?", sagte sie

„Ja, das ist richtig Laura. Wie kommst du darauf.?`", sagte Marco

Laura schenkte sich einen Kaba ein und schnitt sich ein mitgebrachtes Brötchen auf.

Dann sah sie Marco an.

„Weil der versucht hat uns auszuweichen, aber da hat an dem LKW was nicht gepasst. Der hat versucht irgendwas zu lösen um an uns vorbeizukommen. Der wollte den Unfall nicht.", sagte sie kauend

Karin, Mark, Peter und Marco sahen sie an.

„Na, dann schieß mal los. Ich bin ganz Ohr. Wenn ich als Nebenklägervertreter der Staatsanwaltschaft das mitteile dann sind die sicher ganz interessiert dran.", sagte er und holte Block und Diktiergerät heraus. Laura schilderte den Unfallhergang aus ihrer Sicht.

Peter und Laura gingen nach dem Gespräch mit Marco Harland. Während der Fahrt war Laura ruhig. Karin hatte Peter den Schlüssel zu dem Raum gegeben in dem Lisa aufgebahrt war. Peter nahm Laura an der Hand. Sie liefen ins das Leichenschauhaus. Ein Friedhofsgärtner lief ihnen über den Weg. An den Türen standen die Namen der Aufgebahrten. Vor der Tür mit Lisas Namen blieb Peter stehen. Er sperrte auf.

„Soll ich erst mal hineingehen?", fragte er.

„Nein ich komme gleich mit, Peter", sagte sie

Dann öffnete Laura langsam die Türe. Sie trat in den Raum.

Sie sah auf. In dem Raum standen vor dem Sarg in dem Lisa lag, zwei Stühle.

Lisa lag in einem Eichensarg. Ihre Haare waren offen. Sie lag da als würde sie schlafen. Friedlich. Laura ging auf den Sarg zu. Sie streichelte die Schwester. Karin hatte nur Rosen als Blumen verwendet. Sie umgaben sie wie ein Meer. Vor dem Sarg standen in einer Vase rote Rosen. Laura ging zu Peter zurück. Sie lehnte ihren Kopf an seine Schultern und weinte.

Sie sah ihn an.

„Warum nur ich? Warum Lisa? Warum hat jemand an dem scheiß LKW rumgeschraubt. Ich will zu Lisa und Papa , Peter?, sagte und weinte bitterlich. Dann setzte sie sich auf den Stuhl.

Nach einer Stunde gingen sie wieder. Als sie zu Karin kamen, ging Laura in ihr Zimmer. Sie legte sich aufs Bett. Sie weinte bitterlich.

Peter setzte sich an den Küchentisch.

Er schluckte.

„Weißt du was sie gesagt hat zu mir, Karin?", sagte er

„Nein.", sagte Karin

Sie sah den Freund an.

„Sie hat wörtlich gesagt. Warum nur ich? Warum Lisa? Warum hat jemand an dem scheiß LKW rumgeschraubt. Ich will zu Lisa und Papa , Peter? Das sagt doch alles. Was ist wenn der Unfall verursacht wurde weil jemand den LKW manipulierte, Karin? Was hat Marco gesagt?", sagte er.

„Das er es der Staatsanwaltschaft meldetet. Wenn sich Lauras Verdacht bewahrheitet, dann gibt es einen längeren Prozess. Er geht von einer Dauer von mindesten einem Jahr aus. Bis der Prozess verhandelt wird. Das heißt bis eröffnet wird. Wo ist Laura?", fragte sie.

„Die ist ins Zimmer gerannt, Karin", sagte er.

Es klingelte. Mark und Jens waren da. Karin ging in Lauras Zimmer. Sie lag auf dem Bett und weinte. Karin streichelte sie. Sie sah Karin an. Dann fing sie wieder das Weinen an. Peter erzählte Mark und Jens was Laura gesagt hatte und wie sie reagiert hatte.

Am anderen Tag fuhr Mark mit ihr zu Lisa nochmals. Als sie bei ihr waren, Laura stand weinend am Sarg kamen, Peter , Biggi, Jens und Enrico. Anna näherte sich langsam dem Sarg. Sie hatte noch ne Leiche gesehen. Mark stand hinter Laura, auch ihm standen die Tränen in den Augen. Jens nahm Anna in den Arm . Nach kurzer Zeit ging sie wieder. Karin und Biggi weinten auch, sie hatten Lisa sehr gerne. Jens war Anna gefolgt.

Als sie auf den Weg zu den Autos waren, ging Anna auf Laura zu

„Es kann keiner hier nachfühlen wie es in dir ausschaut. Wir lassen dich nicht allein. Aber bitte mach keinen Blödsinn und sage nie wieder , ach vergiss es, dass was ich sagen wollte ist Schwachsinn.", sagte sie zu Laura.

„Schon gut Anna. Ich mache es auch nicht, da für bin ich zu feige. Ich nehme mir mit Sicherheit nicht das Leben. Aber ich vermisse heute noch Papa zu sehr. Auch wenn er für einen Freund das Leben gelassen hat. Aber Lisas Tod kann ich weder verstehen, noch akzeptieren.", sagte Laura

Sie aß an dem Tag wenig. Denn am anderen Tag sollte die Beerdigung sein.

Laura stand am Grab, als der Sarg mit Lisa in die Erde gelassen wurde mussten sie Mark und Karin festhalten, sonst wäre sie zusammengebrochen. Sie weinte bitterlich. Ihr tat es weniger weh die Urnen zu sehen, als ihre Schwester nicht mehr zu haben. Sie wollten nach der Beerdigung noch bei Karin Kaffeetrinken, doch als Laura in die Wohnung ging verließen sie die Kräfte und sie brach zusammen. Es lies einen Schlag. Keiner konnte sie abfangen, da sie zu weit weg stand. Karin holte den Koffer, Mark trug Laura in ihr Zimmer, dort legten sie Laura aufs Bett, legten ihr einen Zugang und verabreichten ihr ein schnellwirkendes Kreislaufmittel. Mark blieb bei ihr am Bett sitzen. Karin stand daneben und kämpfte mit den Tränen.

„Was soll ich nur machen, ich will ihr helfen und kann nicht so wie ich wollte. Ich vermisse nicht nur Lisa wie Laura auch Thomas, Michael und Dirk. Gib mir mal ne Rat Mark",", schluchzte Karin.

„Würde ich gerne Karin, aber ich stehe genauso verloren da wie du. Thomas war mein Freund, Lisa war seine Tochter und die mochte ich auch, ja und ich weiß dass du Michael und Dirk vermisst, da du sie eigentlich brauchst. Ich wäre der erste sie dir wieder zu bringen. Gehe du und trink ne Kaffee ich bleibe bei ihr.", sagte Mark.

Anna stand in der Türe. Sie sah Karin und Laura. Im Vergleich zu Laura ging es ihr gut. Sie hatte den Papa ja noch. Trotz des Zusammenbruchs von Laura tranken die Crew Mitglieder noch Kaffee. Da klingelte es. Es war Marks Bruder und ein Mann.

„Hallo Karin, darf ich mit Staatsanwalt Elch rein.", frage er.

„Hallo Marco, ihr wollt aber nicht Laura vernehmen. Sie ist nach der Beerdigung zusammengebrochen und liegt im Zimmer, Mark ist bei ihr. Ich weiß nicht ob sie schon wieder bei Bewusstsein ist.", sagte Karin.

„Doch wollten wir. Staatsanwalt Elch hat eigentlich nur ein Frage an sie.", sagte Marco Harland.

„Kommt erst mal mit.", sagte Karin und ging in die Küche. Dann ging sie ins Zimmer von Laura. Mark saß am Bett. Er trank einen Schluck Kaffee als Karin kam.

Karin sagte wer da sei.

„Vergiss es sie schläft. Aber sage die sollen reinschauen. Dann sehen sie ja selbst was Sache ist. Der Puls und der Blutdruck sind wieder normal.", sagte er.

„Tut mir leid Marco und Herr Elch, Laura schläft nach der Medikamentengabe von Dr. Harland. Aber Sie können selber schauen, wenn Sie es mir nicht glauben.", sagte Karin

„Nein Dr. Thaler. Ich störe Laura nicht. Ich würde Sie bitten mich anzurufen, wenn sie in der Lage ist mir zwei Fragen zu beantworten. Ich komme entweder her oder wir machen einen Termin in meinem Büro.", sagte STA Elch.

Laura wachte auf. Mark sah sie an.

„Wie geht es dir. Der STA hat zwei Fragen an dich. Meinst du, du kannst sie beantworten.", sagte er.

Dann stand er auf.

„Marco, STA Elch kommt ihr bitte.", rief er in Richtung Küche.

STA Elch und Marco kamen ins Zimmer.

„Mark kannst du mir ne Saft bringen? Bitte!, "sagte sie. Der nickte.

STA Elch stellte sich vor. Dann sagte er zu Laura.

„Kannst du dich vielleicht an das Kennzeichen des LKW erinnern, Laura?"

„Moment mal. Wie war das?", sagte sie

„Lass dir Zeit? Trink erst den Saft", sagte STA Elch ruhig.

„RO-XL-555 , das war ein Scania, wenn es so was gibt?", sagte er

Wie viel Fahrer waren da drin?", sagte er

„Nur einer", sagte Laura

„Mensch Laura du hast uns sehr geholfen. Danke und Gute Besserung", sagte er

Als Mark kam meinte er.

„Das war’s Herr Doktor. Herr RA Harland wir hören von einander. Auf Wieder sehn, Laura gute Besserung", sagte er und ging.

Karin und Mark sahen sich an.

STA Elch hat den Verdacht, dass mit dem LKW ohne Wissen des Fahrers Drogen tranzpotiert worden sind. Es sind nämlich welche im Motorraum und der Schaltanlage gefunden worden. Lauras Aussage hat den Stein ins Rollen gebracht. Er will sich auch für eine rasche Abwicklung einsetzen.", sagte Marco Harland

Am anderen Morgen wachte Anna auf. Sie hatte das erste Mal seit Monaten geschlafen und stand auf. Jens war in der Küche und pfiff was das Zeug hielt durch die Gegend. Da er heute noch frei hatte wollte er mit Anna noch einkaufen gehen. Sie stand im Türrahmen und sah den Papa an. Dann ging sie auf ihn zu und lehnte sich an ihn. Jens nahm sie in die Arme und drückte sie. Er küsste und sagte.

„5 Jahre habe ich drauf gewartet, dass ich dich wiederhabe. Nun gebe ich dich nicht mehr her, Anna. „

„Ach Papa", sagte sie nur.

Jens erzählte ihr beim Frühstück dass ihre Mutter angerufen hat. Auch sagte er dass das Jugendamt gegen Gero ermittelte wegen Kindesmisshandlung. Er gab ihr den Zweitschlüssel der Wohnung mit der Bitte niemanden reinzulassen, wenn er nicht da war.

Karin und Laura verstanden sich. Laura war jeden Tag am Grab von Lisa und Thomas. Als sie heimkam, war Karin dabei den Einkauf auszuräumen, denn mehr ließ ihr Laura nicht machen, die schmiss ihr den Haushalt komplett. Sie hörte Stimmen aus der Küche. Sie ging rein. Jens und Karin unterhielten sich.

„Sag mal wo hast du die Geschirrhandtücher hin, Laura?", wollte sie wissen. Laura zog den Schub neben der Spüle auf.

„Seit Laura bei mir ist, muss ich ab und zu auf Reisen gehen in meiner Wohnung, da die so ordentlich ist.", sagte Karin

Jens lachte.

„Anna ist genauso. Die hasst wenn was rumliegt.", sagte er.

Anna war alleine daheim. Sie hatte sich hingelegt da sie nach den Hausaufgaben sehr müde war. Sie wachte durch ein Geräusch auf. Sie schreckte auf. Sie taste mit ihrer Hand zum Lichtschalter, der Nachtischlampe. Diese machte sie an. Auf dem Handy war eine SMS zu sehen.

Hallo Anna, wie geht es dir? Können wir uns nach der Schule mal treffen. LG Nico

Sie lachte. Ja Nico ihr Bettnachbar aus dem Krankenhaus. Seine Eltern wollten sich scheiden lassen. Er war so unkompliziert. Sicher mit ihm würde sie sich treffen. Da wäre sie auch vor Gero in Sicherheit. Sie schrieb zurück

Hallo Nico, mir geht es gut. Am Freitag um 14.30 am Markt vor dem Karstadt. Ist das o.k. für dich? Ich freue mich auf dich. LG Anna

Es dauerte nicht lange und es kam ne Nachricht. In ihrem Bauch fingen die Schmetterlinge an zu tanzen. Nico riefen sie.

Hallo Anna, das geht klar. Ich freue mich auf dich sehr. LG Nico

Sie entschloss sich noch etwas fernzusehen. Doch das gelang ihr nicht. Nico war in ihrem Kopf. Sie musste immer an ihn denken.

Laura hatte Karin gefragt ob sie die Post annehmen würde und auch an den PC dürfe. Karin hatte nichts dagegen. An einem Nachmittag kam eine Mail unter Karins WEB.DE Adresse.

Sehr geehrte Frau Doktor Thaler,

wir haben Livos und die Bande gefasst, Dr. Lüdwitz und Dirk sein Sohn kommen am Samstag, 15. um 16.00 am Franz-Josef-Strauß Flughafen in München an.

Bitte kommen Sie und holen die Beiden ab. Bitte informieren Sie uns kurz.

Mit freundlichen Grüßen

Stroh, Bundeskriminalamt

In Vertretung für Karin sandte Sie die Antwort zurück.

Ich komme um 16.00 am Samstag hin Mit freundlichen Grüßen

Dr. Karin Thaler

Am Abend fragte Laura Karin ob sie mal nach München fahren könnten. Am Samstag vielleicht. Karin stimmte zu. Als sie im Bett lag fiel ihr ein, dass ja Karin am Samstag eh in München war. Es war eine Fortbildung für Fachärzte der Anästhesie. Die war sicher nicht um 16.00 Uhr zu Ende.

New York/Wohnung Lüdwitz.

Es klingelte und Michael öffnete. Es war ein Polizist der ihm mitteilte, dass er und Dirk nach Deutschland zurückkönnten und ein Dr. Thaler Bescheid wüsste. Er berichte ihm dass man ihm einen Betrag als Start für den Einstieg zur Verfügung stellte. Dirk kam nach dem der Polizist weg war. Michael sagte es ihm und Dirk brach in Freudentaumel aus.

„Karin holt uns ab", sagte Michael.

„Mensch klasse.", sagte Dirk

Dann begannen sie zu Packen.

Am anderen Morgen legte Laura bevor sie zur Schule ging Karin einen Zettel hin

Hallo Karin, hast du am Samstag nicht den Kongress in München? Oder doch Zeit zum Shoppen? LG Laura

Oh dieser blöde Kongress, dacht sich Karin als sie aufstand. Sie setzte sich an den Tisch den Laura gedeckt hatte. Dann räumte sie auf und kochte für Laura und sich was zu Essen.

Jens merkt dass Anna sehr aufgekratzt war. Aber irgendwie anders. Er entschloss sie beim Essen zu fragen.

„Sag mal was ist heute los mit dir, Anna, Du bist so aufgekratzt, gibt es was, was interessant wäre für mich?", sagte Jens

„Ja, zwei Sachen. Gestern hat Mama angerufen. Ich lass immer den AB anspringen. Sie will dass ich zurückkomme. Sonst kommt Gero mich holen. Ja und morgen habe ich mit Nico verabredet.", sagte sie

„Nico?", fragte Jens entsetzt und lies die Gabel sinken.

„Mensch Papa der Junge der neben mir im Krankenhaus lag, der ne Blinddarm hatte. Schon vergessen. Also wirklich. Aber Hubschrauber vergisst du nicht. Die sind auch männlich, wie Nico", scherzte sie.

Jens lachte hellauf.

„Wann trefft ihr euch und wo?", sagte er

„Um 14.30 vor dem Karstadt, wir wollen uns unterhalten.", sagte sie

„Na, dann viel Spaß. Wegen Mama mach dir keine Sorgen, ich habe die Urkunde, dass ich das alleinige Sorgerecht habe.", sagte sie

„Wenn sie das nächste Mal anruft und ich bin da, dann stelle ich auf mithören, O.k. Anna.", sagte er.

Karin sah Laura traurig an.

„Ich wollte mir dir shoppen gehen. Der blöde Lehrgang geht bis 16.00 Uhr und ich brauche ihn. Aber danach treffen wir uns am Stachus und dann wandern wir noch bis 20.00 Uhr durch die Stadt. Aber ich denke es wird sicher 17.00 Uhr bis ich am Stachus bin. Macht dir das was aus?", sagte sie.

„Nein, Karin. Nur keine Eile.", sagte Laura

Laura war am anderen Tag noch am Grab. In stummer Zwiesprache mit Lisa und Thomas. Immer wenn sie auf der Bank davor saß rollten ihr Tränen aus den Augen. Dann sah sie den Unfall, die aufgebahrte Lisa und die Beerdigung.

Sie freute sich auf Michael und Dirk und auf das Gesicht von Karin, die nichts wusste.

Nico stand um kurz vor 14.30 vor dem Karstadt. Er schaute sich um. Wo nur Anna blieb?. Er trat von einem Fuß auf den anderen. Wie würde sie ausschauen. Sie war sehr hübsch, ihre langen Haare die braun waren, aber vor allem ihr nettes Wesen hatten ihn schwer beeindruckt.

„Hallo Nico", kam es von hinten.

Anna kam aus dem Karstadt. Sie war immer noch so hübsch wie im Krankenhaus. Sie hatte ne Jeans an und einen langärmligen weißen Pulli, darüber eine ärmellose Weste. Sie lachte.

„Hallo Anna", sagte Nico

Anna nahm ihn ohne Vorwarnung in den Arm. Sie gingen in ein Cafe. Nico erzählte Anna dass sich seine Mutter nun scheiden ließ. Mit der Freundin des Vaters kam er nicht zu recht. Die hasste er. Anna erzählte ihm auch alles. Sie war einfach nur schön für ihn. Sie vereinbarten sich am anderen Tag nochmals zu treffen. Nico sagte seine Mama hätte Wochenenddienst und er müsse sich das Wochenende alleine gestalten.

Karin und Laura kamen an der Klinik an wo Karin Lehrgang war. Sie waren spät dran. Laura überlegte ob sie in das Haus ihres Onkel zurückgehen sollte und noch ein paar Sachen holen sollte. Sie entschied sich dagegen. Sie wanderte durch die Stadt. Die Zeit verging wie im Flug . Um kurz vor halb drei ging sie zur U-Bahn in Richtung Flughafen ihr Herz klopfte.

Michael und Dirk kamen über die Treppe aus dem Flugzeug. Sie stiegen in den Bus und dann fuhr der zu Abfertigungshalle. Am Zoll stand eine ganze Reihe an. Dirk hielt Ausschau nach Karin, er sah auf die Uhr. Es war fünf vor vier. Laura stand in der Halle in der die Zollabfertigung war. Sie sah die Schlange die durch den Zoll kam. Sie sah Michael und Dirk. Sie schluckte. Dirk war immer noch groß und gutaussehend. Sie sah die beiden an. Dirk sah Laura. Er drehte sich zu seinem Vater um.

„Du die schaut wie Laura aus. Wo ist nur Lisa und Karin?", sagte er.

„Die kommen noch, komm lauf weiter, Wir müssen durch den Zoll.", sagte Michael und schubste ihn leicht. Beide wurden gescannt. Nun waren sie durch.

Michael atmete auf. Dirk auch.

„Endlich wieder in Deutschland. Eins ist sicher in die USA bringe mich keiner mehr." , sagte er.

„Michael, Dirk", rief Laura und winkte

Die beiden gingen auf sie zu.

„Hallo ihr Beiden.", sagte Laura. Sie strahlte aber im innersten litt sie sehr.

„Ihr seit meine Überraschung für Karin, wir treffen uns ne 1 Stunde am Stachus. Meint ihr wir können das Gepäck hier unterstellen.

„Sag bloß die weiß nichts.", sagte Michael

Dann nahm er Laura in die Arme. Sie fühlte sich wohl bei ihm. Auch Dirk schloss sie in die Arme.

„Wo ist Lisa, Laura?" wollte Dirk wissen

Laura schluckte. Tränen füllten die Augen. Dirk und Michael sahen sie an.

„L.i.s.a ist tot. Genauso wie Oma, Onkel Rolf und Tante Claudia. Wir hatten vor 5 Wochen einen Unfall. Ein LKW ist uns reingefahren. Ich habe als einzigste überlebt. Lisa wurde bei Papa beigesetzt. Die anderen verbrannt.", sagte Laura und die Tränen liefen über ihr Gesicht.

Michael und Dirk sahen sich an.

Michael nahm Laura fest in die Arme. Er drückte sie.

„Tut mir leid aber ich kann nicht anders. Morgen erzähle ich euch alles, sonst brauche ich wieder ne Notarzt. Kommt wir müssen uns beeilen.", sagte sie.

Sie fuhren mit der U-Bahn an den Stachus zurück. Karin war noch nicht da. Sie sahen sich um. Michael wollte noch einen Strauß Rosen für sie kaufen.

Dann setzten sich die beiden auf die Stufen des Brunnens. Aber auf die Rückseite.

„Hallo Karin,", sagte Laura

„Hallo Laura. Ist dir nicht gut? Du hast ganz rote Augen.", sagte Karin.

„Doch. Ich habe ne Überraschung für dich. Also ich habe dir vor zwei Tagen was verschwiegen, ja aber nur um dir für immer ne Freude zu machen.

„Also ich halte dir nun die Augen zu und dann kurze Zeit später siehst du es. O.k. „, sagte sie

„Ja, aber mache es nicht so spannend ich habe Hunger. Hast du was gegessen?", sagte sie

„Ja die zwei Brote und den Apfel den ich mitgenommen habe.", sagte Laura

Sie hielt Karin die Augen zu und gab Michael und Dirk ein Zeichen.

Die kamen um die Ecke. Der Strauß für Karin den hatte Michael im Arm.

„So nun krieg keinen Schreikrampf", sagte Laura

Dann nahm sie die Hände vor Karins Gesicht weg.

„Michael, Michael. Hy mein Schatz", sagte sie und fiel im in den Arm." Karin und Michael küssten sich. Laura sah zu Dirk. Der grinste. Sie ging zu ihm hin.

„Karin wir müssen was essen gehen, Dirks Magen knurrt. Der Hunger wie ein Wolf", sagte sie.

Karin drehte sich um, und sah Laura an.

„Danke", sagte sie

In Lauras Augen standen Tränen. Die der Freude und die der Trauer. Überwiegt haben die der Trauer, da sie Lisa so vermisste.

„Also los, Laura hast du ne Pizzeria gesehen.?", sagte Karin.

„Nein, aber drei schöne Hosen bei Karstadt. Waren nicht mal teuer.", sagte Laura und stand auf.

„Davon hört Dirk s Magen nicht auf zu knurren. Sag mal wo sind eure Sachen.?", sagte Karin

„Im Schließfach im Flughafen. Der Rest wird geliefert wenn ich die Adresse weitergebe.", sagte Michael. Dessen Magen fing nun auch das Knurren an.

„Gut am Montag meldest du dich und Dirk bei mir an. Hergeben tue ich euch nicht mehr. Pasta", sagte Karin bestimmend und gab Michael ne Kuss.

Dirk war hundemüde. Die Zeitverschiebung setze ihm gehörig zu. Er befand sich wie in Trance.

Sie gingen noch essen und besorgten noch Anziehsachen für Laura. Dann holten sie die Sachen von Michael und Dirk und fuhren heim. Als sie in Karin Wohnung ankamen fielen Dirk und Laura ins Bett. Karin erzählte Michael alles. Er hörte ihr geduldig zu. Dann nahm er sie auf die Arme und trug sie in Richtung Schlafzimmer.

Lauras Schlaf war sehr unruhig, mehrmals die Nacht schrie sie auf. Michael ging zu ihr und streichelte sie immer wieder.

Anna fühlte sich bei Jens wohl. Auch weil sie in Nico einen Freund hatte, der zuhörte. Oft trafen sich die Beiden in der Stadt nach den Hausaufgaben und gingen spazieren. Anna erzählte Nico was Gero mit ihr immer veranstaltet hatte. Sie sagte ihm auch dass sie Angst hätte, dass er irgendwann vor der Türe stehen würde.

„Du Anna ich bin auch noch da. Wenn ich da bin tut er dir nichts das garantiere ich dir.", sagte Nico

„Kommst noch mit auf ne Kaba zu mir?", sagte Anna

„Gerne", war Nicos Antwort

Sie machten sich auf den Weg zur Wohnung von Jens. Als sie in die Strasse einbogen blieb Anna stehen. Sie nahm Nicos Hand.

„Komm Anna, der macht dir nichts ich habe es dir doch gesagt. Ich bin da. Er muss erst mich überwältigen bevor er an dich kommt. „, sagte er und streichelt ihr über beide Wangen.

„I....c.....h ha....be......vor.......d...e...m Kerl A.....ngst", stammelte Anna und Tränen liefen über die Wangen.

Nico nahm ein Taschentuch aus der Jackentasche und trocknete die Tränen.

In einem Reno mit italienischen Kennzeichen saß Gero . Er wartete auf die Beiden.

Wenn ich dich kriege, dann beziehst du erst mal Brügel, Anna. Da kann der Typ machen was er will. Wir brauchen das Geld. Du bist mir eh egal.

Nico nahm die Hand von Anna fest. Er sah sie an.

„Du meinst aber nicht das ich dich freiwillig hergebe. Du warst doch das Beste was mir passieren konnte Anna. Du bist so einmalig, so natürlich. Ich liebe dich.", sagte er. Anna lehnte den Kopf an seine Schulter. Er merkte den schnellen Atem und wie ihr Adrenalin stieg. Die Angst vor Gero begleitete sie täglich. Ihr Vater hatte wahrscheinlich manchmal ganz schön Angst wenn er sie alleine ließ. Was hatte der Typ von Gero nur mit ihr in den 5 Jahren veranstaltet. Er verachtete Gero für das was er ihr angetan hatte. Denn er liebte Anna von ganzem Herzen. Anna hob nach einiger Zeit den Kopf.

„Ich liebe dich auch, Nico nur ich kann noch nicht so wie ich will. Dafür hat Gero gesorgt. Sag mal hast du ein Handy dabei? Kannst du dir mal die Nummer von Papa abspeichern und von der Basis?", sagte sie

„Klar mache ich gleich. Sage sie die Nummer von deinem Papa und die der Basis.", sagte er

Dann gab Anna ihm die Nummern. Nur wie schnell er sie brauchen würde das wussten die Beiden noch nicht. Nach einiger Zeit liefen sie weiter. Anna hatte ihre Hand in Nicos Jackentasche gelegt.

Plötzlich sah sie nichts mehr. Nico traf eine Hand von hinten. Gero hatte die Beiden überrascht und wollte Anna so wieder nach Italien holen. Als Nico zu sich kam sah er wie Gero Anna fesselte. Sie schrie und wehrte sich. Mit letzter Kraft rappelte er sich auf.

„Anna schrei lauter", sagte. Dann tippte er Gero an der Schulter an. Er holte aus. Am Kopf blutete Nico, er hatte ne Kopfplatzwunde.

Dann schlug er zu. Erst traf er nicht. Aber der zweite Schlag saß. Gero drehte sich um und schlug zu. Als er Anna mit Gewalt in das Auto wurde er von zwei Polizisten aufgehalten.

Diese setzen den Funk frei. Biggi war in der Basis und füllte die Berichte aus. Jens war auf Toilette.

„Medicopter 117 bitte kommen für Polizei Wagen 22", sagte die Stimme.

„Medicopter 117 Schwerin", sagte Biggi

„Neuhauptstrasse, zwei Verletzte nach versuchter Geiselnahme, Bitte kommen Sie schnell.",

„Verstanden wir kommen.", sagte sie und rannte mit Mark und Peter an den Heli. Da kam Jens.

„Biggi auf den Copilotensitz und Peter hinter. Das ist meine Schicht Frau Kollegin. Wo hin geht’s?", sagte er

„In die Neuhauptstrasse zwei Verletzt nach versuchter Geiselnahme, Jens", sagte Biggi

„Das ist bei mir vor der Haustüre! Flieg du! Ich ahne Übels. Hoffentlich ist Anna nichts passiert.", sagte Jens. Er sah Mark, Peter und Biggi mit sorgenvollen Blick an.

Biggi legte ne Gewaltstart hin.

Die Polizei nahm Gero fest. Nico erzählte ihnen wie alles von Statten gegangen war. Gero versuchte nochmals an Anna zu gelangen, die nicht nur unter Schock und Angst stand, sondern auch noch von einer Polizistin bewacht wurde. Sie war von ihren Kollegen mit dem Funk an Medicopter verständigt worden. Währende des Gesprächs das die Polizisten mit Nico führten konnte sich Gero losreisen. Auch das vergebliche Fernhalten der Polizistin verhinderte nicht, dass er Anna mehrmals schlug. Nico versuchte aufzustehen. Der RH landete am Anfang der Strasse. Anna schrie aus Leibeskräften. 6 Polizisten schafften es dann Gero zu überwältigen. Biggi setzte auf. Peter, Mark und Jens sprangen aus dem Heli und rannten die Strasse entlang. Anna schrie immer noch. Mark war als erster dort. Er sah Anna, Nico der blutete und die Polizistin die Anna noch versuchte zu beruhigen.

„Dr. Harland, ich kümmere mich um Anna. Darf ich?", sagte er.

„Peter Zugang für beide, Bei dem Jungen eine Wundversorgung. Biggi Trage.", schrie er in Richtung Heli.

Peter ging auf Nico zu.

„Hallo ich heiße Peter. Ich lege dir nun ne Zugang. Sag mal wie ist das passiert?", sagte er.

„Nico, Anna und ich waren in der Stadt und haben uns Bücher bestellte. Wir wollten bei Anna ne Kaba trinken. Als wir die Straße da vorne reingingen wollte Anna nicht mehr weiterlaufen, wegen Gero, da sie vor dem Kerl so Angst hat. Möchte wissen was er mit ihr gemacht hat, die 5 Jahre lang. Der geht es bei ihrem Papa dreitausendmal besser als beim Spagettifresser. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie verteidigen werde und dass ich sie nicht hergebe, da ich sie liebe. Nur verhindert habe ich das nicht.", sagte er zu Peter.

Anna hatte über den Zugang von Mark ein Beruhigungsmittel bekommen. Sie war eingeschlafen. Mark stand auf um nun zu Nico zu gehen.

„Bleiben sie mal da und halten das Mädchen, ich sehe schnell nach dem Jungen.", sagte er zur Polizistin. Jens stand hinter Peter der die Wunde von Nico versorgte. Mark kniete sich hin.

„Nico du hast verhindert dass Anna gewaltsam nach Italien gebracht wird. Das ist sehr viel wert, Anna wird dir das sicher danken. Das war wohl ein sehr großer Liebesbeweis. So nun sag mir bitte wo ich deine Mama oder deinen Papa erreiche, damit die informiert werden. Unsere Pilotin kommt mit der Trage. Jens du bleibst bei euch daheim bei Anna, die tragen wir rauf. Ich spritze ihr noch was und dann fliegen Biggi und ich mit Nico ins Krankenhaus zum Nähen. Rufe du bitte die Eltern an. O.k.

Wir sind in einer Stunde sicher da. Nico nannte die Nummer der Mutter. Dr. Kiel sagte sie käme sofort. Mark nannte seinen Namen und das Krankenhaus in das sie flogen.

Als Mark, Biggi und Peter mit Nico an der Klinik ankamen war Nico Mutter schon da. Sie sah den Sohn an.

„Du machst mir Sachen, aber was anderes habe ich von dir nicht erwartet. Ich habe schon begriffen, dass du Anna liebst. Wie geht es ihr, Herr Doktor? Wo ist sie?" wollte Nicos Mutter wissen.

„Sie ist daheim beim Vater und hat von mir ne Spritze bekommen. Anna wohnt in der Neuhauptstrasse 22, Köster., sagte Mark.", dann gingen er und Peter und Biggi.

Jens saß an Annas Bett. Er beobachtete ihren unruhigen Schlaf. Da klingelte es an der Türe.

Mark, Peter und Biggi standen davor. Es war Dienstschluss und bis Montag hatten alle frei. Biggi hatte Pizza und Salat in der Hand.

„Und wie geht es ihr?", sagte Mark

„Sie schläft noch. Was hast du ihr gespritzt?", wollte Jens wissen

„Ein Mittel zur Beruhigung. Da war auch leichtes Schlafmittel enthalten.", sagte er.

Dann ging er zu Anna ins Zimmer. Er setzte sich ans Bett von ihr und kontrollierte den Puls und den Blutdruck. Er schüttelte den Kopf. Da klingelte es und Anna fuhr aus dem Schlaf hoch und schrie auf.

„N.....e.......i.......n ........nicht....schlagen", schrie sie.

Mark drückte sie vorsichtig in die Kissen zurück.

„Anna, er tut dir nichts mehr.", sagte Nico.

Anna schlug die Augen auf und sah Nico.

„Ich muss wohl mehr Sport treiben. Tut mir leid.", sagte er.

Mark stand auf und gab Nicos Mutter die Hand.

„Was tut dir leid, Nico?", sagte sie

„Das ich es nicht verhindern konnte, dass er dich schlägt und dich ins Auto zerren wollte.", sagte Nico

„Na, du bist gut, meintet wegen hast du ne Riesenwunde am Kopf", sagte Anna und versuchte zu lachen.

„Mein Kopf tut sau weh.", sagte sie.

Mark sah sie an. Dann schaute er nach dem Nacken und dem Kopf. Er spritze ihr noch was in den Zugang.

Laura wachte spät auf. Auch Dirk schlief sehr lange. Als Laura in die Küche kam saßen Michael und Karin beim Frühstück. Michael konnte das Ganze gar nicht begreifen.

„Sag mal das ist alles ein schlechter Scherz. Ich komme mir seit der Auskunft von Laura dass Lisa nicht mehr lebt wie in einem Film vor. Jedenfalls lasse ich es nicht zu, dass es Laura schlecht geht. Da kannst du sicher sein. Allein schon wegen Thomas. Wo ist sie beerdigt?", wollte er wissen.

„Michael, Lisa ist bei Papa im Grab beerdigt. Warte mal ich zeige dir was.", sagte Laura. Nach einer Weile kam sie wieder. Sie hatte Bilder dabei. Sie zeigten Lisa im Sarg und das Grab von ihr und Thomas.

Laura setzte sich hin. Sie sah das traurige Gesicht von Michael. Der Arzt kämpfte mit sich . Auch Karin sah die Bilder zum ersten Mal. Sie sah ihn an. Michael saß noch in der Küche als Dirk aufwachte. Er zeigte ihm wortlos die Bilder.

„Sag nichts Papa. Ich weiß was du denkst. Nur wie es in dir ausschaut, das kann ich nur erahnen. Dir geht es doch nur um Laura. Hast du mit ihr schon gesprochen.?", sagte Dirk.

„Nein, habe ich noch nicht. Werde ich aber machen, sie soll wissen, dass sie nicht alleine ist. Ich melde uns morgen hier an. Dann suchen wir ein Gymnasium für dich mit mathematischen Zweig. Denn für Fremdsprachen bist du ja nicht geschaffen, Dirk.", sagte Michael

Sie verbrachten den Tag in Ruhe.

Am anderen Morgen waren Biggi, Enrico, Peter , Jens und Mark schon in der Basis.

Es war schon 10.00 Uhr und Karin war noch nicht da. Das Telefon im Büro klingelte und Mark hob ab. „Ja, habe ich verstanden. Ich wünsche Ihnen Gute Besserung", sagte er dann legte er auf und ging in den AR.

„Wenn Karin nicht bald kommt macht Höppi Theater.", sagte Biggi und sah zur Türe.

„Macht er nicht, Höppi ist gestern gestürzt und musste chirurgisch versorgt werden. Er hat sich krangemeldet. Na, vielleicht hält er sich nicht an die Anweisungen des Arztes und der Mist entzündet sich. Das hat sich schnell.", sagte Mark und grinste vor sich hin.

„Morgen. Tut mir, dass ich zu spät bin. Hat er schon gemotzt? Ich habe ne Überraschung für euch. Bin am Samstag fast umgefallen nach meinem Lehrgang. Vor Freude", sagte sie

„Wir auch, aber zum Lachen war uns nicht, Karin. Denn Gero hat Anna entführen wollen und ihren Freund Nico schwer am Kopf verletzt. Anna hat ne schweren Schock die liegt noch daheim. Können wir Dienstplan mäßig ne Änderung vornehmen, den du und ich sollen Höppi vertreten der ist krank. Wurde gestern chrirugisch versorgt nach einem Treppensturz. Er kommt die Woche nicht mehr. Wie schade?", sagte Mark und grinste gehässig.

„Herr Kollege ein bisschen mehr Achtung vor dem Chef. Der arme tut mir so leid. Hoffentlich entzündet sich der Scheiß. Dann sind wir ihn länger los.", sagte Karin gehässig und ging in Richtung Umkleide.

Enrico und Peter sahen sich an.

„Unsere Doktoren werden immer besser, von Tag zu Tag. Karin steht Mark in nichts nach, auch wenn jeder meint, die könne sich nicht durchsetzen.", sagte Peter

„Wer sagt so ne Scheiß, Peter. Sag mal hast du die noch nie an ne Unfallstelle live erlebt. Dann hast ne Bildungslücke. Biggi und ich können da schon ein Lied singen. Gell Biggi", sagte Enrico.

Biggi nickte.

Karin kam. Sie ging zu Mark.

„Welche Änderung im Dienstplan soll es sein, Kollege", sagte sie.

„Also wenn das mit den Piloten geht, dann sollte Biggi und Jens tauschen, das heißt Biggi fliegt ne Doppelschicht, ja und dann fliegt Jens ne Doppelschicht", sagte Mark, „Denn der bräuchte noch ein paar Stunden Schlaf.", sagte Mark

„Doppelschicht - wie machen wir das dem Chef klar?", sagt Karin und lehnte sich an den Tisch. Dann sah sie Mark in die Augen. Der lachte los.

„Du hast vergessen, dass wir den Käse unterschreiben dürfen, da Höppi erst wieder laufen lernen muss.", sagte er

„Sag mal Karin hast du nicht was von einer Überraschung gesagt?"; sagte Biggi und sah die Freundin und Ärztin an.

Die blonde Ärztin grinste sie an.

„Ach das mit der Doppelschicht Mark geht klar. Jens mach das du in dein Bett kommst.", sagte sie zum Kollegen. Biggi sah Karin erwartungsvoll an. Karin machte ne Handbewegung, sie hatte diese mit Michael abgesprochen, der nur wartete rein zu dürfen. Die Türe ging auf und er und Dirk kamen rein. Dirk hatte Brötchen in der Hand. Jens gab Michael die Hand und fuhr dann heim. Er war sehr müde.

„Nein....ich .....glaube ich spinne......Michael.", sagte Biggi und sprang auf den Freund vor Freude zu. Peter ging hin und klopft ihm auf die Schulter.

„Na, du wie geht’s ? War es schön bei Amerikanern? Seit wann seit ihr da?", sagte er zu dem Freund.

„Seit Samstag 16.00 Uhr. Laura hat das eingefädelt. Sie hat über Karins E-Mail Adresse der Staatsanwaltschaft Bescheid gesagt, dass sie kommt.", sagte Michael.

Mark sah den Freund von Karin an. Er überlegte eine Zeit lang. Dann schaute er in die Kaffeetasse die leer war und griff nach einen süßen Stückchen.

„Mhmmmm.....sagte er und biss vom süßen Stückchen ab.

Dann sah er Michael an.

„Äh......darf ich du sagen?", fragte er und Michael nickte nur.

„Was bist du für ein Fach in der Medizin?" wollte er wissen

„Facharzt für Chirurgie, Unfallchriugie und Notarzt und Intensivarzt", sagte er

„Gut, sehr gut", sagte Mark

„Dann habe ich ein Attentat auf dich vor. Ich habe ne Stelle für dich. Setze dich mal neben mich.", sagte er

„Ich höre.", sagte Michael und zog sich den Stuhl heran der neben Mark stand.

„Meine Eltern haben ne Privatklinik für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Ich habe ne Bruder, der aber lieber Anwalt als Arzt geworden ist. Das war auch gut so. Denn Marc ist nichts für die Chirurgie. Dem wird schlecht wenn er Blut sieht. Meine Eltern wollen, dass ich in die Klinik einsteige und den Job auf dem RH aufgebe. Aber ich nicht. Das hat seine Gründe. Es sind die Kollegen und die Arbeit die hier anfällt, außer Höppi nervt eigentlich sonst groß keiner. Meine Freundin ist Chirurgin. Sie arbeitet in der Klinik meiner Eltern. Nur meine Mutter ist ne Hexe . Die setzt ihr zu. Der Oberarzt der Chirurgie hat schon das Handtuch geschmissen. Ich soll den Posten übernehmen, mich von Gina trennen und irgendwann die Klinik leiten. Die Klinik und die Chirurgie braucht jemand, der Fachwissen, Herz und vor allem bei meiner Mutter erforderlich das nötige Durchsetzungsvermögen mitbringt. Ich denke das Fachwissen hast du auf Fälle, die guten Ideen auch, das Durchsetzungsvermögen ebenfalls, nur die fehlt die Stelle.", sagte Mark.

„Soll ich dir morgen meine Mappe geben? Aber ich habe meine Vorstellungen auch in Sachen Gehalt. Wenn ich Stelle nimm, dann will ich auch die angemessene Bezahlung. Denn die Berufserfahrung habe ich auf alle Fälle. Deine Gina, die bringe ich noch weit in der Chirurgie das verspreche ich dir. Denn ich überzeuge mich immer gerne selbst von dem Können der anderen nicht von dem was davor geredet wird.", sagte er

Dirk sah Karin, Biggi und Peter an. Dann sah er zu seinem Vater. Der fing den Blick auf und versuchte die Gesichtszüge die angespannt waren, zu entschärfen.

„Papa wir müssen ins Einwohnermeldeamt und dann wollten wir Laura von der Schule noch abholen.", sagte Dirk

„Ach Michael, könntest du vielleicht nach Anna sehen, die hat noch ne Schock von dem Übergriff auf sie und den Freund am Samstag. Der Freund der Mutter, die in Italien wohnt, hat versucht sie zu entführen. Der Freund von Anna, hat dabei ne Platzwunde erlitten und Anna ne mächtigen Schock. Anna ist Tochter von Jens. Sie ist 15 Jahre alt.", sagte Mark.

„Ich verstehe es nicht, warum lässt man Anna nicht bei Jens wenn es ihr so gut geht dort. Karin hat mir davon erzählt, Sicher sehe ich nach ihr. Ruf bitte bei Jens an und sage, dass ich komme. Soll ich nach ihm auch schauen? Dirk kann doch mit oder muss ich ihn im Auto lassen?, sagte Michael

„Quatsch, Dirk kann mit, der fällt eh nicht auf, so ruhig wie der ist. Der macht keine Probleme. Anna ist nur recht geschockt und will überzeugt werden. Mit einem Gespräch kommst du am weitesten. Sie ist sehr handzahm, nur die Ereignisse der letzten Zeit gehen nicht spurlos an ihr vorüber.

Michael nickte und sie gingen nach einigen Minuten. Mark rief Jens an und informierte ihn. Der war auch schon daheim konnte aber nicht schlafen wegen der Übermüdung

Anna wachte auf. Sie setzte sich im Bett auf. Sie horchte. Sie hörte Geklapper in der Küche. Sie stand auf und ging vorsichtig über den Gang in Richtung Küche. Sie lehnte sich an den Türrahmen. Es klingelte. Sie erschrak.

„Das ist Michael Lüdwitz, Karins Freund. Er ist auch Arzt. Er hat einen Sohn. Mark hat ihn gebeten nach dir zu schauen Schatz. Dirk heißt der Sohn.", sagte Jens und öffnete die Türe. Anna versteckte sich hinter ihm. Sie zitterte am ganzen Körper. Die Angst, dass sie jemand schlagen würde war noch sehr groß. Sie hielt sich an Jens Schulter von hinten hilfesuchend fest. Michel und Dirk kamen hoch. Dirk war groß.

„Hallo Jens. Ich bin Michael das ist Dirk.", sagte Michael

„Mark hat mich gebeten nach Anna zu sehen. Er hat mir erzählt was vorgefallen ist,

Wo ist Anna?", sagte Michael

„Sie steht hinter meinem Rücken. Sie hat unsagbare Angst. Anna kommst du vor", sagte Jens

„Nein, ich komme nicht. Wer weiß ob nicht jemand auf die Idee kommt mich zu schlagen. Ich geh ins Bett.", sagte jemand von hinten. Es war Anna. Dirk schüttelte verständnislos den Kopf.

„Anna ich heiße Dirk. Ich bin 16 Jahre alt. Ich kann nicht verstehen wie das jemand machen konnte dich zu schlagen und Gewalt anzuwenden. Nur ich weiß eins. Papa will dir nur helfen.", sagte Dirk

Anna verschwand schwankend im Zimmer.

„Das gut gemeint Dirk aber Annas Erlebnisse sind zu schlimm um die Reaktion nicht zu verstehen. Das Selbstbewusstsein muss aufgebaut werden, mit sehr viel Geduld und Liebe. Egal wer dies macht, der hat eine schwere Zeit vor sich. Ich gehe nun zu ihr und schaue mal ob sie mit mir redet. Jens darf ich zu ihr?", sagte Michael

„Ja, wenn sich dich an sich ranlässt. Dirk willst du was trinken?", sagte Jens

Michael ging zu Annas Zimmer und klopfte . Er öffnete leise die Türe. Michael spitzte herein. Er sah, dass Anna im Bett lag. Sie weinte. Langsam ging er an ihr Bett. Er setzte sich an die Bettkante. Er fuhr langsam über den Rücken. Erst erschrak sie. Als er die Hand wegnahm drehte sie den Kopf langsam um. Ihre Augen waren rot. So rot wie die von Laura.

„Tut mir leid", schniefte Anna und setzte sich auf.

„Was tut dir leid?", sagte Michael

„Na, das von vorhin", sagte sie

„Das du Angst hast vor mir, weil du nicht weißt wie ich bin. Weil du Angst hast es könnte jemand mit dir wieder was machen was du nicht willst.", sagte er

„Ja.", kam es leise von Anna

„Darf ich dir den Blutdruck messen, denn wenn ich deine Augen anschaue dürfte der im Keller sein?", sagte Michael

Anna nickte.

„Gut dann hole ich mir das Gerät", sagte er und stand auf. Er ging in die Küche, Jens und Dirk saßen am Tisch.

„Ich nimm die Tasche mit. Jens der Kreislauf von Anna ist im Keller, Hat sie schon was gegessen?", wollte er wissen.

„Nein, hat sie nicht.", sagte er ruhig

„Papa ich gehe Laura holen. Wir treffen uns dann daheim? Laura hat um 12.15 aus und es ist schon 11.45.", sagte er

„Ja, mache das, denn ich brauche Zeit. Anna kann ich nicht im Hauruckverfahren behandeln. Das muss mit viel Zeit und Geduld geschehen. Will nur mal wissen was der mit ihr gemacht hat. Na, vielleicht erreiche ich über ein Gespräch am meisten. Tschüß Dirk. Pass auf dich auf.", sagte er

„Tschüß Jens, Danke für den Kaffee. Ja mache ich. Bis dann Papa", sagte Dirk

Dann ging er. Jens wollte die Türe gerade zumachen, als Nico vor ihm stand.

„Komm rein Nico.", sagte Jens

„Wie geht es ihr?" wollte er von Jens wissen

„Nicht so toll. Der Arzt ist bei ihr.", sagte Jens

Michael war wieder in Annas Zimmer gegangen. Er maß den Blutdruck. Dann sah er sie an.

„Anna, der Blutdruck ist im Keller. Hast du schon was gegessen?", wollte Michael wissen.

Anna schüttelte den Kopf .

„Aber Hunger hast du?", war Michaels zweite Frage

Anna nickte wieder

„Gut dann esse was. Ich bleibe da, Eine halbe Stunde nach dem Essen messe ich den Blutdruck nochmals. Wenn er dann noch so niedrig ist, dann spritze ich dir was.", sagte.

„Anna, rede mit jemanden über die letzten 5 Jahre. Das vom Samstag war nur der Gipfel eines Eisberges. Das zu überwinden, das kannst du nicht alleine bewältigen.", sagte Michael

Er sah sie an. In ihm kroch als Vater die Wut hoch. Wie konnte man einem so hübschen Mädchen wie Anna es war so was antun. Das konnte er nicht verstehen. Anna sah ihn an.

„Das glaubt mir eh keiner, Michael", sagte sie.

„Da bin ich anderer Meinung. Du musst dich auch wenn es schwer ist durchringen, eine Aussage zu machen. Denn nur so ist sicher zu stellen, dass dir nichts mehr passiert.", sagte Michael

„Das habe ich gemerkt", sagte Anna abfallend. Nach einer Weile fing sie an zu reden.

„Nico wollte mir helfen, dem ist es nicht gelungen. Der hat meinetwegen ne Platzwunde am Kopf. Bei der Scheidung meiner Eltern war dem Gericht auch scheißegal wie es mir geht. Die haben mich nicht gefragt, da ich erst 10 war. Mama hat das Geld vom Unterhalt für sich verwendet. Ich durfte Papa nicht sehen, anrufen und wenn ich ihm geschrieben habe und sie den Brief erwischten, dann habe ich Schläge und tagelang nichts zu essen gekriegt. Mein Kreislauf ist nur deshalb so schlecht gewesen im Krankenhaus. Dann habe die im Jugendamt gesagt, dass sie mich beschützen wollen, darf ich lachen . Warum hat Gero mich am Samstag entführen wollen. Damit er ein Lustobjekt hat. Erst schlägt er mich und dann hat er mich zum Sex gezwungen. So nun kommst du? Und ich soll das jemand sagen, glaubt mir eh keiner.", sagte sie und schniefte. Es folgte eine Zeit des Schweigens.

Nach einer Weile meinte er.

„Doch Anna, ich glaube dir jedes Wort. Ich habe nicht den Eindruck dass du lügst. Aber ich will nur dass dein Papa dich zugesprochen bekommt. Nur dazu musst du mit irgendjemand reden. Den Bericht muss ein Arzt schreiben. Mark, Karin oder ich. Kommst du mit in die Küche. Ich denke, im Vorbeigehen habe ich Nico gesehen. Er ist da.", sagte Michael.

Michael ging in die Küche. Anna kam kurz darauf. Jens nahm sie in die Arme. Als sie Nico sah huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Sie wandte sich an Michael

„Michael kannst du nach Nico Wunde mal sehen?", fragte sie

„Klar mache ich das Anna", sagte er und zog sich Handschuhe an.

Nico atmete schwer.

„Net scho wieder. Mich hat meine Mama erst ärztlich versorgt bevor sie ins Institut ist. Anna muss das sein?", sagte er missbilligend.

Anna nickte. Michael und Jens grinsten

„Mädchen, sind eigen Nico. Ich bin vorsichtig. Was ist deine Mama von Beruf?", sagte Michael

Er löste mit Vorsicht das Pflaster. Dann sah er die Wunde an.

„Meine Mama ist Pathologin. Sie ist die Leiterin im gerichtsmedizinischen Institut hier. Nur nach dem ihr Patienten ja tot sind ist sie recht rau. Bei Ihnen tut das nicht weh!", sagte er

„So nun desinfiziere ich es und dann mache ich dir ne Mullkompresse drauf und klebe nur zwei Streifen an den Seiten drauf. Farblose, Der Schönheit wegen. O.k.", sagte Michael

Nach wenigen Minuten war Nico fertig. Jens hatte Anna eine Pizza gemacht. So wie er meinte dass sie, am liebsten aß . Mit wenig Fleisch aber viel Gemüse und Käse.

Anna fuhr mit der Zunge um den Mund. Sie lachte leise auf. Michael sah das .

Als sie und Nico aßen ging er mit Jens in dessen Zimmer.

„Sie hat gesprochen. Es war nur ein Anfang, aber gehe mal davon aus, dass sie dieser Gero auch sexuell missbraucht hat. Das am Samstag war nur die Spitze eines Eisberges. Ich habe ihr geraten eine Aussage zu machen oder mir, Mark ja oder Karin alles zu sagen. Wir verfassen dann über die Aussage ein Gutachten und reichen das bei Gericht ein. Sie kann die Angst über die Schläge, Demütigungen nur verarbeiten, wenn sie nun das Gegenteil zu spüren bekommt. Ich hätte dir lieber was anderes erzählt Jens. Du hast irgendetwas an dir, das mich an Thomas erinnert. Na, du bist auch Pilot.", sagte er

Jens schwieg. Er schluckte.

„Wie kann ich Anna helfen?", fragte er Michael

„Zuhören nichts als zuhören. Da hilft kein Mittel der Medizin. Denn ich bin ein Gegner von Pychoparmikas. Das bringt nichts. Aber ich wollte zu dir ehrlich sein, da du der Papa für sie bist. Denn du bist für sie das was Thomas für Laura war. Auch für Lisa war er es. Ein Vorbild.", sagte Michael

„Ein Vorbild mit Schwächen, Michael. Das ist nicht gut!", sagte Jens.

„Ein Vorbild mit Schwächen ist besser als jemand der ihr das Blaue vom Himmel lügt. Jens, lass Nico und Anna befreundet sein. Der hat noch mehr Chancen als Du. Nur eins ist sicher. Ins Bett geht die mit keinem. Das hat Gero erreicht. Bis das Vertrauen wieder aufgebaute ist, dauert es lange.", sagte er.

Jens und Michael gingen in die Küche. Anna und Nico hatten das Blech Pizza verspeist.

„War das alles Papa? Ich hab noch Hunger", sagte sie.

Nico hatte in der Zeit in der Anna ein Blech verspeist hat, zwei Stücke verspeist.

„Sag mal was willst du noch essen, Schatz?", sagte Jens.

„Noch ein Blech Pizza sonst geht der Kreislauf in den Keller.", sagte sie und sah Michael an.

Der schmunzelte. Er merkte Anna konnte er genauso wenig böse sein wie Laura.

Am Abend erzählte er es Mark und Karin. Die grinsten. Aber sie meinten auch dass er den Bericht schreiben sollte. Mark hatte ihm eine Termin bei der Personalabteilung verschafft. Der war am anderen Morgen.

„Ich habe gesagt wenn sie dich nicht einstellen, dann übernehme ich die Klinik nicht.", sagte er

„Du bist hart Mark", sagte Michael

Ein Schrei lies die Ärzte aufhorchen . Es war Laura die träumte . Michael stand auf und ging in ihr Zimmer. Er streichelte sie. Als das nichts brachte weckte er sie. Sie sah ihn an. Dann legte sie sich hin und schlief wieder ein.

Am anderen Tag hatte Michael das Vorstellungsgespräch. Er bekam die Stelle. Marks Mutter war ihm nicht sehr sympathisch. Wie konnte die nur so zwei nette Söhne haben dachte er.

Michael und Dirk kamen heim. Sie schauten in die Küche auf den Tisch. Dort lag ein Bescheid. Michael las ihn durch. Er besagte dass Karin auf einmal nicht mehr für Laura zuständig. Er sah Dirk an.

„Schau du nach Laura ich fahre zur Basis und zum Jugendamt. Der Brief besagt, dass Karin angeblich nicht mehr Sorgerecht hat. Auch Marco muss ich anrufen. Den Brief nehme ich mit. Du erreichst mich per Handy.", sagte er und war auch im nächsten Moment weg. Dirk ging langsam zu dem Zimmer von Laura. Er öffnete die Türe und sah sie nicht. Wo ist sie nur?, dachte er. Er schaute an die Garderobe, ihre Jacke hing dort. Ihre Schuhe standen da. Nur wo war sie. Als er im Gang stand hörte er ein schiefen und dann ein lautes aufschluchzen. Es kam aus ihrem Zimmer.

Er ging rein. Da sah er die Wölbung der Bettdecke. Sie senkte und hob sich wieder. Er setzte sich aufs Bett. Mit der Hand griff er unter die Bettdecke. Er streichelte ihren Rücken, den Halsbereich und den Kopf. Nach einer Weile hörte das Schluchzen auf. Da klingelte das Telefon. Es war Michael, der wissen wollte wo Laura war. Dirk informierte den Vater.

Michael kam in die Basis es war gerade Dienstübergabe. Marks Freundin Gina war auch da.

„Karin du musst bitte mitkommen. Laut dem Schreiben haben sie dir das Sorgerecht für Laura entzogen.", sagte er

Alle sahen Michael entsetzt an. Gina zeigte ihm den Vogel. Michael winkte mit dem Brief und zog das Schreiben rauf. Dann erblasste er. Der Brief war an Laura nicht an Karin gerichtet. In ihm stieg die Wut auf.

„Da, schaue aber mal erst auf die Adresse. Die sind verrückt wollen die Laura ganz kaputtmachen. „, sagte er und reichte Karin den Brief . Die las den und wurde blass.

„Also das ist ja wohl der Hammer. Sie teilen Laura mit, dass ich das Sorgerecht nicht mehr habe und sie in ein Heim muss. Wo ist Laura und wie geht es ihr?", wollte Karin wissen.

„Sie ist daheim, Dirk ist bei ihr. Er soll mich anrufen, wenn was ist.", sagte Michael

„Karin, zieh dich um, ich nehme deine Schicht. Laura hat alleroberste Priorität. Aber unterschreibe du die Berichte. Mark muss eh noch Berichte machen.", sagte Gina.

„Danke Gina", sagte Karin.

Sie zog sich um und Michael und sie beschlossen gleich in Jugendamt zu fahren.

Laura lugte unter der Bettdecke vor. Dirk war weg . Wahrscheinlich hatte sie nun ihn auch verloren. Sie entschloss sich wieder und die Bettdecke zu verkriechen und fing unter ihr das Weinen wieder an. Sie hörte nichts mehr, da sie es auch nicht wollte.

Michael parkte den Wagen vor dem Jugendamt auf einem Parkplatz. Karin sah ihn an. Sie merkte, wie sauer er war. Laura so weh zu tun und ihr auch noch. Michael würde es nie zulassen, dass Laura ins Heim käme. Ob die wissen was sie jetzt auf sie zu kommt. Im Unterbewusstsein taten ihr die Mitarbeiter im Jugendamt leid, aber auch wieder nicht. Sie griff nach seiner Hand.

„Michael, Laura gibt ich nicht her, da können die machen was sie wollen. Hilfst du mir?", sagte sie und sah ihn an.

„Sicher helfe ich dir. Deshalb bin ich auch da. Laura kriegen die nur über meine Leiche bzw. unsere Leichen. Allein schon wegen Thomas.", sagte er und küsste sie während er den Zündschlüssel abzog.

Sie stiegen aus und gingen die Stufen zum Jugendamt hinauf. Als sie auf den Gang kamen wurden wie von einer unhöflichen Mitarbeiterin angepflaumt.

„Sagen Sie, sind Sie Analphabeten, dass Sie nicht sehen, dass wir nur Notfälle nehmen.", sagte sie und ging in eine Türe.

Michael kochte, das Blut in den Adern erreichte höchste Temperaturen vor Wut.

„Die spinnt, komm Karin hier muss auch ein Abteilungsleiter sein, der kriegt jetzt was zu hören.", sagte er und lief die Türen ab. Sie fanden die Türe des Abteilungsleiters sehr schnell

Michael klopfte. Karin öffnete die Türe auf der stand, Roland Klug Abschnittsleiter.

„Ja, bitte", kam es von innen

„Dr. Karin Thaler, das ist mein Freund und Kollege Dr. Michael Lüdwitz. Es tut mir leid Herr Klug aber Sie müssen mir nun einige Fragen beantworten, da ich sehr, sehr sauer auf Ihr Amt bin.", sagte Karin

„Kommen Sie beide erst mal rein, Dr. Thaler und Dr. Lüdwitz. Nehmen Sie bitte Platz. Wieso sind sie auf unsere Abteilung sehr, sehr sauer.", sagte Roland Klug

Er wies Karin und Michael einen Stuhl zu.

„Um welchen Fall geht es? Bitte nennen Sie mir den Namen?", sagte er ruhig. Er merkte genau, dass mit den Beiden nicht mehr gut Kirschen essen war.

„Um Laura Wächter. Sie hat mit der Post heute den Brief erhalten, in dem steht dass sie in das Heim soll. Vor nicht ganz 12 Wochen habe ich die Sorgerechtsurkunde herhalten und nun erfährt Laura, die eh noch sehr mit dem Tode der Schwester kämpft, dass sie ins Heim los. Sagen Sie mal wenn wollen sie nun zum Narren halten uns oder wollen Sie , dass Laura die eh schon mit ihrer Gesundheit auf Grund des Unfalls und des Todes der Schwester kaputt geht.", sagte Karin.

Sie reichte Roland Klug das Schreiben. Aber sie fuhr weiter fort.

„Zu dem frage ich mich wirklich was ich falsch mache. Laura hat alles bei mir und Dr. Lüdwitz und ich werde sie nicht hergeben. Denn für uns ist sie mehr als für das Gesetzt, das sie als Vollweise bezeichnet. Ich werde für sie und um sie kämpfen. Außerdem würde ich es begrüßen wenn sie ihren Mitarbeitern sagen würden, sie sollen mich und Dr. Lüdwitz nicht als Analphabeten beschimpfen. Hat es Ihnen die Stimme verschlagen Herr Klug?", sagte Karin ruhig aber bestimmend.

Herr Klug sah in dem Computer nach auch in der Akte von Laura und schüttelte nur noch den Kopf.

„Also Frau Dr. Thaler, Sie verlieren das Sorgerecht nicht für Laura und für die Bemerkung der Kollegin entschuldige ich mich nicht. Sie und Dr. Lüdwitz haben das Sorgerecht. Da Dr. Lüdwitz bei uns hier wegen Dirk angegeben hat, dass Sie in der selben Wohnung leben, haben wir ihm einen Teil der Sorge mitübertragen. Warten Sie mal ich vermute was ganz übles.", sagte er und hielt das Schreiben gegen das Licht.

„Doch wie ich vermutet hatte. Sie sind eine der getroffenen. Irgendein Spinner hat beim letzten Absturz der Anlage hier im Haus sich doch einige Daten rausgezogen. Er verteilt jetzt nämlich falsche Briefe. Das ist einer von denen. Wir suchen nach den Schreiben händeringend. Sie erhalten in den nächsten Tagen ein Infoschreiben deswegen von mir. Aber auch ein Schreiben, dass das Nachlassgericht sich gemeldet hat wegen der Erbfolge. Ich habe am Anfang Ihnen das Sorgerecht zugesprochen und gleich mit beantragt, dass das Erbe nicht nach 6 Wochen verhandelt wird sondern später. Nun habe ich ein Schreiben erhalten, in dem ich gebeten wurde dem Gericht mitzuteilen wie Lauras gesundheitlicher Stand ist. Ich werde nun nochmals um einen Aufschub bitten, da ich von einer sehr schlechten Lage ausgehe. Unsere Schreiben sind immer auf Papier mit Wasserzeichen drauf. Dieses Schreiben hat kein Wasserzeichen oben links. Es tut mir leid, aber ich kann mich nur entschuldigen. Wenn Sie nichts dagegen haben komme ich morgen in die Wohnung und rede mit Laura selber.", sagte Herr Klug

„Na, das ist ein starkes Stück. Gut dann werden wir nun heimfahren und Laura beruhigen. Aber ich rate Ihnen zu ihr ehrlich zu sein. Auf Wieder sehn.", sagte Karin

Laura spürte die Hand wieder auf dem Rücken. Sie wusste es war Dirks Hand. Langsam kroch sie aus ihrer Versenkung hoch. Dirk saß am Bett. Ihre Augen waren rot vom vielen Weinen. Er sah sie an. Sie sah ihn an. Wortlos nahm er sie ihn die Arme. Ihr Körper schüttelte sich vor Weinkrämpfen. Sie sagte ihm alles. Den Unfall und das danach schilderte sie ihm haarklein. Dirk sah sie an.

„Papa und Karin sind im Jugendamt, du glaubst doch nicht, dass die dich hergeben. Ja und was wird dann aus mir, Laura. Ich brauche dich doch. Seit dem Tag auf dem Flughafen habe ich Schmetterlinge im Bauch. Deinetwegen. Ich hab dich doch so lieb. Aber ich kann es dir nicht zeigen, da ich ja nicht weiß wie es in dir ausschaut. Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich wollte auch nicht in deiner Haut stecken.", sagte Dirk

Langsam beruhigte sich ihr Körper. Sie war an seiner Schulter eingeschlafen. Er legte sie hin und deckte sie zu. Dann ging er in die Küche und machte ihr ne Wärmflasche die er ihr dann unter die Zudecke steckte.

Als Karin und Michael aus dem Jugendamt kamen sahen Sie sich an. Auf dem Weg zum Auto kamen ihnen Jens und Peter entgegen. Nach Karin Bericht waren die Freunde fassungslos. Sie entschlossen sich noch in der Bäckerei süße Stückchen mitzunehmen und bei Karin Kaffeezutrinken.

Dirk sah nach Laura, auf keinen Fall wollte er, dass sie alleine war wenn sie aufwachte. So entschloss er sich seine Hausaufgaben an ihrem Schreibtisch zu machen. Auf einmal fiel ihm ein was er Karin sagen wollte. Er hatte seiner Mutter ne Brief geschrieben und die Adresse angegeben. Na, Karin würde ihm nicht den Kopf runterreißen so hoffte er. Er wusste aber dass sie nun sicher nicht mehr bester Laune war.

Michael fuhr nach Hause. Als er vor dem Haus hielt in dem er und Karin mit Dirk und Laura wohnten sah er ein Auto. Es war ein VW Beatle. Hinter ihm parkte er . Karin und er stiegen aus. Vor dem Haus stand eine Frau. Sie schaute auf die Aufschriften der Klingeln. Während Michael das Auto abschloss, ging Karin auf die Frau zu.

„Grüß Gott, kann ich Ihnen helfen. Suchen Sie jemand.", sagte sie zu der Frau

„Ja, ich suche den Namen Lüdwitz. Mein Sohn und mein Ex -Mann wohnen hier. Mein Sohn hat mir ne langen Brief geschrieben.", sagte die Frau höflich.

„Ach, dann sind Sie Margarethe. Ich bin Karin Thaler, die Freundin von Michael. Ich habe das Türschild noch nicht auf M.&D.Lüdwitz/ K.Thaler/ L.Wächter geändert. Michael hat mir erzählt dass Dirk Ihnen schreiben will. Kommen Sie er ist sicher oben. Sie trinken doch ne Tasse Kaffee mit.", sagte Karin

Margarethe Lüdwitz war die Frau, sie war über so viel Höflichkeit sehr erstaunt. Michael kam mit Peter und Jens. Er ging auf Margarethe zu.

„Hallo Margarethe. Wie geht es dir? Das ist Karin.", sagte er

„Ich weiß sie hat sich vorgestellt und mich zum Kaffee eingeladen. Einen Tag nach dem Dirks Brief ankam, das war am vergangenen Donnerstag, habe ich vom Gericht die Adresse erhalten. Ja und das Jugendamt hat mich auch angeschrieben. Ich frage mich nur warum wir beide uns bei der Scheidung gütlich geeinigt haben. Ich habe jetzt die 3 Jahre wo ihr weg wart, immer unter die Erhöhungsanträge geschrieben. Nicht nötig, da ich mit meinem Mann persönlich Kontakt habe. Gütliche Einigung. Das so lange funktiert bis Sie mir nun draufkamen. Sag mal hast du oder Karin Dirk ein Haus geschenkt?", sagte Margarethe Lüdwitz.

„Nein, warum? Wir werden uns eins suchen.", sagte Michael

„ Na, lies den Brief den ich gestern erhalten habe. Können wir uns unter 6 Augen einigen wegen des Unterhalts, nach Möglichkeit ohne Gericht?", wollte Margarethe wissen.

Karin sah Margarethe und dann Michael an.

„Was soll hier 6 Augen heißen. Also Michael hat zwei und du auch Margarethe.", sagte Karin

„Na, ich dachte du wolltest dabei sein. Ich habe deine noch miteingerechnet.", sagte sie

„Nee, Nee das regelt ihr beide alleine. Dirk ist euer Kind jedenfalls vor Gericht. Aber er gehört mir auch schon.", sagte sie

Dirk hörte die Türe sperren. Er war gerade mit den Hausaufgaben fertig geworden. Er ging in den Gang. Als er seine Mutter sah, schaute er verlegen zu Karin, die grinste ihn an.

„Wolltest du mir sagen, dass du deiner Mama geschrieben hast.", sagte sie und gab ihm ne Kuß auf die Wange. Dirk nickte.

„Wie geht es Laura?" Wo ist sie?", wollte Michael wissen.

„Sie schläft ich habe sie so lange gestreichelt bis sie eingeschlafen ist. Was kam da jetzt raus. Ihr gebt Laura doch nicht her?", sagte Dirk und sah Karin und Michael an.

„Nein, genauso wenig wie dich. Das war ein Irrtum. Das Jugendamt wird von einem Irren bestochen der dann gefälschte Bescheide rausgibt.", sagte Michael

Sie tranken Kaffee. Nach einer Weile stand eine etwas blasse Laura in der Türe. Michael stand auf. Er nahm sie in den Arm. Ihre Augen waren rot vom vielen Weinen.

Er erzählte ihr alles. Sie sah ihn an.

„Ach Michael ich will doch auch nur irgendwo geliebt werden und zuhause sein.", sagte sie

 

Copyright 2005: Daniela



Datenschutzerklärung
Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!