krankheitsvertretung

Info an die Leser

Die folgende Geschichte ist wieder mal ein Zeichen meiner regen Fantasie. Anderes kann ich das nicht nennen.

Michael, Peter, Thomas leben in einer Jungs -WG . Die haben sie nach dem Tode von der Frau von Michael Margarethe und dem Tode von Dirk gegründet. Biggi hat eine Zwei-Zimmer-Wohnung aber keinen Mann. Peter hat bei den Damen nur Pech. Seit Barbara ist ihm die Damenwelt scheißegal. Thomas ist mit Leib und Seele Pilot und hat nur das Fliegen im Kopf . Für Frauen hat er da keinen Platz. Biggi hat eine Zwei-Zimmer-Wohnung aber keinen Mann Gabi hat sich bei einem Unfall das Bein schwerverletzt und liegt auf der Intensivstation. Ralf sorgt sich sehr um seine Gabi. Die beiden sind ein Paar und wollen heiraten, sie haben eine gemeinsame Wohnung. Denn sie ist die Ärztin der B-Crew von Medicopter 117. Wie geht es weiter. Nun da müsst ihr die Geschichte lesen.

 

 

A-Team

 

Dr. Michael Lüdwitz

Thomas Wächter

Peter Berger

 

B-Team

Dr. Gabrielle Kollmann

Biggi Schwerin

Ralf Staller

 

Weitere Personen:

 

Dr. Karin Thaler, Frank Ebensieder, Max u. v. a.

 

 

Crashkurs Chirurgie

 

oder

 

Die Krankheitsvertretung und die Folgen

 

„Stefan mir reicht es. Ich habe deine ewigen Eifersuchtsszenen satt. Du wirst sehen was du davon hast wenn du aus den USA zurückkommst. Ich will nicht mehr, ich trenne mich von dir. Ich bin kein kleines Kind das sich Rumkommatieren lässt. Ich bin Fachärztin für Intensivmedizin, Anästhesie und Notärztin. Ich bin als Springerin eingestellt. Das heißt heute hier morgen da. Am Montag werde ich für mehrere Wochen auf dem Rettungshubschrauber mitfliegen. Ich kann nicht wie du mir den ganzen Tag den Arsch am Zeichengerät blattdrücken und dann meinen am Abende rennt alles nach meiner Pfeife. Außerdem weiß ich eh dass du eine neue hast. „, schrie Dr. Karin Thaler den Freund und Architekten Stefan Laus an.

„Du hast einen Splin. Ich und ne neue. Wer ist hier eifersüchtig du oder ich.“, sagte Stefan und zeigte Karin den Vogel

Die ging raus und in ihr Schlafzimmer. Nach nicht ganz zwei Minuten kam sie mit einem Foto, dass Stefan und eine Frau beim Liebesspiel im Bett zeigten. Sie hielt es ihm unter die Nase.

„Na bist du das nicht. Ist sie besser wie ich du „Krieg-nie-genug. Das habe ich vor einer Stunde für dich entgegengenommen, kam per Nachnahme. Da du anscheinend beim Sex alles vergisst, gibst du auch meine Adresse statt deiner an. Ich habe das Bild bezahlt du brauchst es nicht wollen. Also raus hier . Ich will dich Arschloch nicht mehr sehen. Ich finde einen Mann, der 1000mal besser ist im Bett wie du. Dir kann man gut ne Orgasmus vorspielen, du merkst das nicht mal. Na, hat es dem Architekten die Sprache verschlagen., sagte sie zynisch.

Stefan stand da und rührte sich nicht. Nach einer Weile fand er die Stimme wieder. Davor wollte er das Bild ergreifen, nur Karin haute ihm auf die Finger, so dass sie rot wurden. Er drehte sich um und sah sie an. Sein Gesichtsaudruck war böse.

„Was heißt hier ich werde was erleben, wenn ich aus den USA in vier Wochen komme. Ja und wenn ich ne Freundin hätte, könnte es dir ja egal sein denn du vögelst ja sicher mit jedem Kollegen rum. „, sagte er. Er hatte den Satz noch nicht ausgesprochen, da hatte er 10 Finger im Gesicht. Karin hatte ihm eine geknallt. Er drehte sich um und ging. Beim Verlassen der Wohnung knallte er die Türe so zu, dass das Glas wackelte.

Karin setzte sich hin und war mit sich sehr zufrieden. Der Schritt war überfällig. Morgen am Montag da musste sie bei Medicopter 117 eine kranke Kollegin vertreten. Sie freute sich auf die kommenden Wochen. Denn schon in der Ausbildung hatte sie den Dienst im Hubschrauber gerne getan.

 

Dr. Michael Lüdwitz kam aus dem OP-Bereich. Als ihn die anderen sahen stürzten sie auf ihn zu. Auch der Chef Frank  Ebensieder kam um die Ecke gerannt, ja und fast hätte er eine Krankenschwester umgerannt.

„Dr. Lüdwitz wie schaut es aus? Lebt Dr. Kollmann noch? Die Polizei sagte sie wäre tot.“, sagte er sehr erregt.

„Ja, sie lebt noch. Sie wird zur Stunde operiert, da sie der Stein sehr am Oberschenkel getroffen hat. Sie hat dort mehrere Splitterbrüche. Ihr Kreislauf ist stabil. Sie wird aber für mindestens 12 Wochen ausfallen. Sie haben schon eine neue Ärztin kommen lassen? Wer hat den Blödsinn von Dr. Kollmanns Tod in die Welt gesetzt, Herr Ebensieder.?“, wollte Dr. Lüdwitz wissen.

Der Notarzt war schon einige Jahre im Dienst und hatte viel Erfahrung. Aber man lernt nie aus. Das wurde ihm nun wieder mal bewusst. Er sah den Chef an.

„Das hat mir vor wenigen Minuten der Einsatzleiter der Polizei gesagt.“, sagte Frank Ebensieder.

Dr. Michael Lüdwitz schüttelte verständnislos den Kopf. Bevor Ebensieder was sagen konnte fragte Ralf

„Michael wie lange geht die OP noch? Wie lange muss sie im Krankenhaus bleiben? Muss die dann noch auf Kur?“

„Ralf die OP geht sicher noch zwei Stunden, da sie bei Gabi viele kleine Brüche korrieren müssen und sie wird dann noch drei Wochen hier bleiben müssen. Es sei denn sie kann sich daheim hinlegen und muss nichts machen. Nur da sehe ich schwarz. Nach dem Klinikaufenthalt muss sie in eine orthopädische Rheaklinik. Eine gute ist auf Sylt. Die 12 Wochen sind die mindeste Zeit die sie ausfällt.“, sagte er

Michael sagte zu Ralf er solle mit den Kollegen heim fliegen und er riefe ihn dann an, wenn sie Gabi ausleiten würden.  Das war für Ralf o.k.

 

Michael, Peter , Ralf, Thomas und Biggi saßen im Aufenthaltsraum. Michael füllte Berichte aus. Er hasste diese Arbeit. Aber er kam nicht darum . Peter stellte Ralf und Michael einen Kaffee hin. Thomas und Biggi lasen gerade die Pilotenzeitung. Ebensieder kam in den AR.

„Frau Schwerin, in so circa 10 Minuten kommt die Vertretung für Dr. Kollmann, würden Sie ihr bitte alles zeigen. Sie heißt Dr. Karin Thaler. Die Sachen liegen in dem noch freien Spinnt und der Schlüssel steckt. Ach ja Dr. Lüdwitz wenn Sie dem Einsatzleiter der Polizei wegen der Fehlinformation an mich, die Leviten lesen wollen, dann gehen sie in mein Büro die Telefonnummer finden Sie dort. Ich komme in zwei Stunden wieder.“, sagte Ebensieder und ging.

„Das werde ich nun gleich tun. Wenn er schon sagt ich darf den Typ von der Polizei wegen der Aussage, Gabi sei tot zur Sau machen. Na der kann was erleben. Denn ich bin jetzt noch sauer. Dann rufe ich noch in der Klinik an und frage nach ihr. Thomas, Peter wartet ihr auf mich?“, wollte der Notarzt wissen.

Peter und Thomas nickten.  Die Stille wurde durch ein Klopfen gestört

„Guten Morgen miteinander. Dr. Karin Thaler, ich soll die verletzte Kollegin vertreten.“, kam es von der Türe. Alle richten die Blicke zur Eingangstüre des AR. Ralf stand auf.

„Ralf Staller, Sanitäter. Grüß Gott“, sagte

„Hallo“, sagte Karin

„Peter Berger, Sanitäter der A-Crew. Guten Morgen“, sagte Peter

„Hallo „, sagte Karin

„Thomas Wächter, Pilot der A.- Crew, Guten Morgen“, sagte Thomas

Karin sah ihn als sie ihm die Hand gab und grinste.

„Hallo, das sieht man dass Sie Pilot sind, Das  sagt mir ihre Nase“, sagte sie lachend

Biggi kam rein. Thomas sah sie und sagte

„Biggi , das ist Dr. Karin Thaler. Sie wird Gabi vertreten. Das ist meine Kollegin Biggi Schwerin“,

„Hallo Frau Schwerin, Schön Sie kennen zulernen.“, sagte Karin

„Hallo, wir sind hier alle per du. Ich bin Biggi.“, sagte sie und lächelte Karin an.

Michael kam in den AR.  Er sah die beiden Frauen und ging auf Karin zu.

„Guten Morgen, Dr. Karin Thaler.“, sagte Karin zu ihm und gab ihm die Hand.

„Guten Morgen, Michael Lüdwitz Notarzt der A-Crew.  Ich habe gerade den Polizeieinsatzleiter zur Schnecke gemacht, der hat unserem Chef Frank Ebensieder nämlich gesagt, Dr. Kollmann wäre tot, das stimmt nicht. Sie hat eine schwere Beinverletzung am Oberschenkel. Ralf es ist alles in Bester Ordnung. Gabi schläft, Sie haben das Bein mit einer neuen OP-Methode operiert. Dabei werden keine Schrauben verwendet, sondern des wird dem Laser behandelt und dann wird es in eine Schiene gelegt. Sie ist gut aus der Narkose erwacht. Ich habe ihnen deine Handynummer gegeben. Peter ist das machbar, dass dich Biggi anruft wenn die ne Funk bekommen, dass Gabi wach ist, damit Ralf zu ihr kann. Ebi übernehme ich. “, sagte er.

„Wenn Biggi oder Karin nicht anrufen, setzt ne Runde Ärger.“, sagte der Sanitäter.

„Machen wir Peter, können wir die Nummer vom Handy haben. Wo liegt die Kollegin?“, sagte Karin.

„Wo kann ich mich umziehen?“, fügte sie an.

„Karin ich zeige dir alles,“, sagte Biggi und ging mit ihr durch die Basis.

Nach einer Weile kam erst Biggi in den AR. Kurze Zeit später stand eine strümpfige Karin vor den Kollegen.

Michael grinste. Die anderen verkniffen sich das Lachen. Aber irgendwas sagte allen, dass nun kam was nicht sehr ernst gemeint war. Karin hingegen fragte sich insgeheim ob sie wirklich so undeutlich geschrieben hatte. Den sie hatte dem Herrn Ebensieder gesagt, sie hätte Größe 38 in beiden.

„Sag mal Michael ist euer Chef, Rübezahl und hat Siebenmeilenstiefel an? Oder müssen wir den zu den Kollegen in die HNO bringen?“, sagte Karin und sah den Kollegen mit einem verstollenen Blick. Der wandte sich ihr zu und es kam nur ein

„Wow, wie meinst du das denn , Karin „ aus ihm heraus. Aber im Geheimen hatte die Kollegin seinen Adrenalinhaushalt schon ganz schön in Unordnung gebracht. Ihre höfliche aber doch sehr im Hintergrund zynische Art gefiel ihm. Aber das musst ja keiner wissen. Also besann er sich und sah sie mit hochgezogenen Augenbrauen an. Der nächste Satz von ihm war gehaltvoller als der Erste.

„Wieso? Wie ist das mit Rübezahl und den Siebenmeilenstiefeln zu verstehen? Ich dachte du bist Notärztin und nicht Märchenerzählerin, Karin?“, sagte er und lachte dabei.

„So meine ich das.“, sagte Karin und verkniff sich das Lachen.

Dann zog sie ein Paar Schuhe hoch die für jeden deutlich machten dass die Karin um Längen zu groß waren.

„Ich hatte gestern am Telefon beides in Größe 38 bestellt. Overall und Schuhe.“, sagte sie und hielt Michael die Schuhe vor die Nase.

„Denn die sind Größe 56 . Und wenn ich mir deine zarten Füße anschaue Herr Kollege, dann stelle ich fest wir könnten da beide Platz haben. Die Dinger haben die Größe eines Säuglings bei der Geburt. Wenn du willst können wir gerne probieren ob wir beide reinpassen. Aber der Spaß wird dann fotographisch festgehalten. Denn ich will auch meinen Spaß haben. Außerdem sollte man überlegen dem Chef das Bild zu Weihnachten zu schenken mit der Aufschrift „das Vertretungsdreamteam“, sagte sie.

Sie verdrehte die Augen und sah Michael sehr genau an. Denn zerriss es bald innerlich vor Lachen. Thomas, Peter, Ralf und Biggi lagen vor Lachen fast am Boden.

Michael rieb sich mit der Hand um den Mund. Er grinste. Dann drehte er sich um zu den Kollegen.

„Hat jemand ne Foto da? Also den Gag lass ich mir nicht entgehen. Das kriegt Ebi zu Weihnachten. Karin das machen wir beide. Ich sollte zwar Berichte schreiben aber...

die können warten Michel., vollendete Karin den Satz.

Thomas holte den Foto und Biggi gab Karin ein Paar Schuhe von sich, denn sie hatte auch Größe 38.

Als alle wieder im Raum waren machte Karin den Schuh in Größe 56 auf. Er war riesig. Michael hatte den rechten Schuh ausgezogen. Die beiden sahen sich an. Ralf gluckste vor sich hin. Peter standen die Tränen in den Augen. Biggi sah die neue Kollegin und Michael an. Nein, Notärzte sind doch die allergrößten Chaoten, dachte die Pilotin. Sie sah den Kollegen an. Der hatte auf dem Boden Stellung mit dem Fotoapparat bezogen. Thomas grinste über alle Backen. Das war genau sein Fall. Die Ärztin hatte nicht nur Thomas Herz im Sturm erobert, sondern das der kompletten Mannschaft.

„Willst du erst reinschlüpfen oder soll ich den Anfang machen Karin?“, sagte Michael ruhig

„Nein ich will den Anfang machen, dann habe ich vielleicht mal keine kalten Füße, wenn du mir sie aufwärmst.“, sagte sie trocken. Da bei sah den Notarzt mit einem völlig unschuldigen Blick an.

Karin schlüpfte rein. Michael schlüpfte rein. Er hatte die Arme um ihre Hüften gelegt. Nun roch der den blumigen Duft des Parfüms.  Das verursachte bei ihm Herzklopfen, der Adrenalinspiegel stieg ruckartig in nicht mehr messbare Dimensionen. Ja und dann waren da Schmetterlinge im Bauch. Hatte er die bestellt? Karin ging es nicht anders. Sie roch die herbe Frische des Deos  von Michael. Er war so anders wie Stefan. So richtig zum Verlieben. Ein Traum von einem  Mann . Sie befand sich im Notärztehimmel. Auch die Schmetterlinge in Karins Bauch hatten sich für einen Tanz entschieden.

„Ja, wir sind Vertretungsdreamteam. Ach was sind wir gut, Michael „,jauchzte Karin.

Thomas drückte mehrmals auf den Fotoapparat und dann legte er ihn weg. Der Pilot bog sich vor Lachen. Er lag auf dem Boden und konnte kaum mehr nach Luft ringen, so lachen musste er. Nicht nur er. Ralf lag auf dem Sofa in der rechten Ecke und grölte vor sich hin. Peter hatte die linke Ecke im Beschlag genommen und schrie auf vor Lachen. Biggi lag mit auf dem Tisch und konnte nicht mehr. Sie lachte wie ihre Kollegen aus vollem Halse.

Nach einer Weile schlupften Michael und Karin aus dem Schuh.

„Also Karin ich regele das für dich mit Ebi. Ja und dann soll er dich für den Lehrgang in München in drei Wochen mit anmelden. Notfallmedizin und angewandte Chirurgie, zwei Tage geht der. Bei den Nebengeräuschen, kann man ja kein vernünftiges Fachgespräch führen.“, sagte Michael

Biggi wollte Karin die Schuhe geben, da meldete sich der Funk. Michael drückte den Funk und meinte nur

„Medicopter 117 wir übernehmen.“,

Karin rannte hinter Ralf und Biggi strümpfig zum Heli. Ralf stellte ihr die Schuhe neben ihren Sitz und half beim Einsteigen.

Dann schloss er die Türe und Biggi hob ab.

Die Unfallstelle war ein Fabrik für Müllverbrennung. Umweltschützer hatten eine Plakat aufstellen wollen um auf Risiken hinzuweisen. Einer lag am Boden und war nicht ansprechbar. Karin hatte nun Biggis Ersatzpaar an Schuhe an und hechte zu dem Verletzten. Der Wächter und die Sicherheitsleute waren da, Und eine Frau.

„Er ist von da oben runtergestoßen worden , von dem da. Wir wollten auf die Risiken aufmerksam machen, die es bei der Müllverbrennung gibt.“, sagte sie sichtlich nervös.

Karin kniete sich hin. Sie verschaffte sich rasch Überblick.

„Ralf, Zugang, NaCl 500 ml, Biggi die Trage und Halskrause.“, wies sie die Kollegen an. Dann sah sie dass man einen anderen in Handschellen angekettet hatte. Er blutete am Kopf.

„Machen Sie dem Mann die Handschellen ab, damit ich ihn untersuchen kann.“, sagte sie ruhig.

Der Wächter zeigte keine Reaktion. 

Karin sah ihn an. Sie wiederholte den Satz nochmals ruhig. Wieder keine Reaktion. Der angekettete sagte nun.

„Sagen Sie mal haben sie nicht gehört was die Frau Doktor gesagt hat. Machen sie die Handschellen ab.“, sagte er

„Nein, sehe ich nicht ein.“, kam es von dem Wächter.

Karin sah auf.

„Warum sollte ich auch.“, sagte er dann

Ralf sah die Ärztin an.  Sie kochte. In Karin kroch nun die Wut hoch. Sie wurde langsam sehr sauer. Sie vertrug viel aber wenn sich jemand an einer Unfallstelle ihren Anweisungen wiedersetzte dann  wurde sie sehr schnell ungehalten.

Da war nun der Fall.

Sie sah den Wächter an.

„Nehmen Sie dem  Mann die Handschellen endlich ab. Wird’s bald!“, sagte sie sehr forsch.

„Nein, mache ich nicht.“, sagte er.

„Gut entweder Sie nehmen dem Mann nun die Handschellen ab oder Sie erhalten von mir ne Anzeige wegen Behinderung von Einsatzkräften die sich gewaschen hat. „ schrie Karin.

„Gut entweder Sie nehmen dem Mann nun die Handschellen ab oder Sie erhalten von mir ne Anzeige wegen Behinderung von Einsatzkräften die sich gewaschen hat. „ schrie Karin. Ralf stand auf und ging zu dem Wärter.

„Also los wo sind die Schlüssel?“, sagte er ruhig

Karin sah kurz auf.

„Schlüssel oder Anzeige“, sagte sie schorf

Dann verluden sie einen Verletzten auf die Trage.  Karin sah nach dem Mann mit der Platzwunde. Sie säuberte sie und sagte.

„Wir nehmen ihn mit. Ralf , Biggi nehmt ihr die Trage, ich gehe mit ihm“,

„Kann ich mitfliegen, Frau Doktor?“, sagte die Frau

„Wenn die Pilotin ihr o.k. gibt.“, war Karin s Antwort.

Biggi hielt den Daumen nach oben.  Sie verluden die Verletzten. Biggi und Ralf waren beim Verladen des Patienten

„Unser Vertretung hat keine Haar auf den Zähnen sondern Vorhänge davor. Mein Lieber Mann, die hat was am Kasten.“, sagte Ralf

Karin stieg mit dem Mann und der Frau ein. Sie flogen in die nächste Klinik. Karin übergab die Patienten. Ralf und Biggi warteten am Heli auf sie.  Da zeigte Ralfs Handy ne SMSHallo Herr Staller, Frau Dr. Kollmann ist wach. Sie können kommen. Dr. Raub“

Er und Biggi freuten sich. Nun kam Karin an.

„Gabi ist wach, Karin“, sagte Biggi.

„Gut dann fliegst du nun Ralf zur Gabi. Wir können leider  nicht mit rein wegen der Schicht. Rufst du Peter an, Biggi, bitte. Aber wenn ich dienstfrei habe, dann komme ich mal vorbei bei ihr. Gute Besserung an sie und darf ich sie besuchen Ralf. Sie ist doch deine Freundin.“, sagte Karin

„Aber sicher, darfst du das. Gabi freut sich sicherlich.“, sagte er

„Gut wir können los! Peter kommt an die Basis“, sagte Biggi.

Biggi hob ab und wenige Minuten später waren sie an der Klinik in der Gabi lag. Ralf stieg aus. Karin setzte sich auf den Co-Piloten Sitz. Dann flogen die Beiden wieder zurück zur Basis.

 

Ralf öffnete die Türe zu dem Zimmer von Gabi. Sie lag in einem weißen Bett. Ihre Augen waren müde.

„Hallo meine Süße“, sagte er und küsste sie leidenschaftlich.

Sie lächelte.

„Hallo Schatz, Hat Ebi Terror gemacht. Was  war da?“, sagte sie leise und sehr schwach.

Ralf erzählte ihr alles. Sie schlief schnell wieder ein.

 

Peter saß im  Aufenthaltsraum als Karin und Biggi kamen. Frank Ebensieder kam kurz rein und begrüßt Karin. Auch entschuldigte er sich bei ihr wegen der Schuhe. Wenn der wüsste wie wir gelacht haben, dachte Karin. Die Schicht verlief sehr ruhig. Nach Dienstschluss ging Karin in ihre Wohnung. Als sie ankam standen drei Männer vor ihrer Türe.

„Guten Abend Frau Doktor Thaler.“, sagte der eine Mann. Es war ihr Vermieter, Herr Maier.

„Guten Abend Herr Maier.“; sagte sie

„Können wir Sie mal kurz sprechen unter vier Augen.“, sagte Herr Maier.

Sie gingen in die Wohnung. Er müsse ihr kündigen, da er seine Mutter auf nehmen müsse und die Wohnung für sie wie geeignet wäre. Er hätte mal ne gleichwertige Wohnung gesucht. Der neue Vermieter kannte ihn. Karin sagte sie wolle die Wohnung gleich sehen. So fuhren sie zu der Wohnung. Es war eine  3 Zimmer Wohnung mit Dachterrasse. Sie hatte einen herrlichen Ausblick. Ja und in der Wohnung befanden sich nur Lamynahtböden. Karins Traum schien wahr zu werden.

Dann fuhren sie zurück zur Wohnung  von ihr.

„Ich nehme die Wohnung. Wenn Sie mir helfen an Umzugskartons zu kommen und vielleicht einen günstigen Spediteur sagen, dann sofort. Nur eine Bitte. Ich habe mich von Herrn Laus getrennt, bitte geben Sie ihm die Adresse nicht. Ja und wann muss ich die Kaution stellen?“ wollte Sie wissen.

Sie einigten sich rasch.

 

In den nächsten Wochen war sie mit dem Dienst und dem Umzug ausgefüllt. Als sie an einem Tag zum Schichtwechsel kam wartete Michael schon auf sie.

„Hallo Karin.“, sagte er als sie die Türe hinter sich schloss.

„Hallo Michael. „ war ihre Antwort.

„Ich habe wegen der Fortbildung das mit Ebensieder geklärt.  Wann wollen wir uns treffen? Soll ich dich wo abholen.?“, sagte er.

„Nein, ich fliege ja die Schicht davor und bringe meine Sachen mit, dann können wir nach Dienstschluss gleich von hier aus starten, oder ist dir das nicht recht.“, sagte sie.

„Gut dann komme ich daher.“, sagte er und folgte Thomas und Peter in die Umkleide.  Die beiden zogen ihn dort gleich damit auf.

Karin machte einen Kaffee und dann wartete sie.  Biggi und Ralf würden gleich kommen.

Sie zog sich um. Als sie ihren Overall schließen wollte, hörte sie die Schritte der Pilotin. Sie fühlte sich hier sehr wohl. Die Schicht forderte wieder alle Kräfte von Karin. Sie musste zwei leichtsinnige Bergsteiger versorgen, die für die Tour das falsche Schuhwerk hatten. Als sie nach Dienstschluss noch einige Berichte schrieb, kam Biggi gerade aus der Umkleide.

„Biggi kannst du mir bitte auf den Zettel mal Gabis Station aufschreiben. Mein Besuch ist längst überfällig.“, sagte sie und zeigte auf den Zettel

Biggi schrieb ihr die Stadion, den Namen und das Zimmer auf. Karin kaufte der Kollegin, die sie ja nicht kannte, ein Buch. Es hieß Mondscheintarif und noch einen Saft sowie einen Blumenstock.

Dann fuhr sie in die Klinik

 

Gabi war bestens gelaunt. Das Bein musste nicht mehr operiert werden. Stolz sagte sie es Ralf als dieser bei ihr war. Er freute sich. Da klopfte es.

„Bitte nicht wieder meine Mutter. Die war schon da.“, sagte sie leise.

„Ja“, sagte laut.

Die Türe ging auf. Eine blonde schlanke Frau kam rein. Sie trat ans Bett.

„Hallo Frau Kollegin Kollmann. Ich bin Karin Thaler, Ihre Vertretung.“, sagte die Frau und reichte ihr die Hand

„Hallo Karin. Ich bin Gabi. Ralf hat mir schon die Annektote mit den Siebenmeilenstiefeln erzählt. Der konnte vor Lachen sich kaum auf dem Stuhl halten. Wir sagen du. Das Sie hört sich so gestochen an.“, sagte Gabi

Karin lachte. Die Kollegin war ihr mehr als sympathisch.

„Hallo Ralf“, sagte Karin

„Na, wie geht es dem Bein, Gabi? Ich habe dir ne tolle Lektüre, Blutorangensaft und ne Stock mitgebracht.“, sagte Karin.

„Mensch Karin du bist ja wahnsinnig mir so viel zu schenken. Aber danke. „, sagte Gabi

„Schatz holst du noch ne Stuhl draußen.“, sagte sie zu Ralf

Er nickte und holte den Stuhl.

Karin und Gabi fachsimpelten mehr als drei Stunden. Anästhesie, Notfallmedizin, Intensivmedizin und die Männer waren ihre Themen. Ralf konnte sich immer wieder über die Fantasie einer Frau wundern.  Als sie auf Michael zu sprechen kamen bekam Karin leuchtende Augen. Sie berichte dass sie auf den Fortbildungskurs mit Michael ging an ihrer Stelle. Sie freute sich da sie sich mit Michael sehr gut verstand.

„Michael ist ein hervorragender Chirurg und ein exzellenter Kollege. Du musst aber für mich aufpassen Karin, denn Chirurgie war nie meine Stärke. Ja und am Abend geht ihr weg du und Michael. Aber pass auf Michael auf, den brauche ich noch, genauso wie Ralf.

Karin lachte hell auf.

„Das ist Ehrensache Gabi.“, sagte sie

 

Karin ging und fuhr heim wo sie noch ihre neue Wohnung einrichtete. Morgen würde Stefan kommen und der würde sein blaues Wunder erleben. Dafür hatte sie gesorgt. Denn sie wohnt ja dort nicht mehr. Seine Sachen hatte der Vermieter bei sich deponiert im Keller.

 

In Karins Gedanken und Herzen gab es einen neuen Schwarm. Jedes Mal wenn sie ihn sah, begannen ihre Schmetterlinge im Bauch Walzer zu tanzen. Michael. Sie setzte sich auf das Sofa und träumte vor sich hin. Nach einiger Zeit entschloss sie sich ins Bett zu gehen, da morgen Dienst hatte.

 

Michael ging es nicht anders wie Karin. Wenn er sie sah, bekam er Herzklopfen. Er hörte dann auch nur ihr zu und Thomas und Peter gingen leer aus.  Diese erzählten das mal Biggi und Ralf. Ralf grinste. Biggi meinte nur

„Der Mann für den ich seit Jahren schwärme der nimmt mich nicht mal wahr“, und ging in Richtung Toilette. Thomas

„Wisst ihr wen Biggi meint?“ fragte er unschuldig

Die Beiden Sanis schnauften tief durch. Peter sah den Freund an und verdrehte die Augen

„Den Schwachsinn den du von dir gibst, glaubst du aber selber nicht. Oder doch?“, sagte Peter

„Ja weißt du von wem sie redet? Ralf hast du ne Ahnung?“, fragte Thomas und nahm einen Schluck Kaffee.

„Sag mal Thomas Piloten sind doch weitsichtig! Stimmt das!“, sagte Ralf und Thomas nickte

Peter und Ralf meinten aus einem Munde

„Aber du das zweitgrößte Rindviech nach Michael. Denn Biggi redet von dir. Die schwärmt von dir seit Jahren. Jetzt sag nur noch dass du das nicht gemerkt hast. Das weiß jeder hier nur scheinbar du nicht.“, sagte die Beiden

Thomas verschluckte sich am Kaffee. Karin kam rein.

„Guten Morgen. Peter, Thomas ist Michael schon weg oder habt ihr Krach?“, sagte Karin gut gelaunt.

„Nein, der ist noch da. Beim Chef . Herr Ebensieder hat Probleme.“, sagte Peter

„Herr Ebensieder hat Probleme. Ist Michael nun zu den Psychologen gegangen. Der ist doch Chirurg. Wenn Ebensieder ne guten Pychodotor braucht, soll ich die Adresse mal mitbringen. Mit dem Scheiß muss er Michael nicht belasten wir haben hier sicher andere Probleme? Ist die Medikamentenbestellung rausgegangen und die Lieferung schon da.?“, sagte Karin  grinsend und sah die Sanis fragend an.

„Karin, Ebi hat Probleme mit Michaels Schriftbild. Er kann seine Schrift nicht lesen und hält ihm mal wieder ne Standpauke.“, sagte Peter mitfühlend. Er musste auch grinsen.

„Na, dann muss ich Herrn Ebensieder wohl nochmals in der 1.Klasse anmelden. Denn da lernt man ja das Lesen. Außerdem Michael schreibt für ne Chirurg noch sehr schön. Ich kann die Schrift lesen. Habt ihr Probleme?“, sagte sie und lächelte milde.

„Frau Doktor Sie haben Probleme? Kann ich Ihnen helfen?“, sagte Herr Ebensieder.

„Guten Morgen Herr Ebensieder. Nein ich habe keine Probleme. Schon gar nicht mit dem Schriftbild von Dr. Lüdwitz. Der schreibt doch sehr schön“, sagte Karin und sah den Chef an

„Herr Berger meinte Sie würden bei der Schrift des Kollegen Probleme haben, der schreibt doch nicht schlecht, nur etwas schwungvoll. Hat Herr Berger nicht recht?“, sagte Karin und sah den Chef. Der drehte sich rum und stürmte sein Büro. Als die Türe zu wahr fingen alle das Lachen an. Michael musste über soviel Raffinesse schmunzeln.

 

Stefan wollte nach der Rückkehr zu Karin. Zwar hatte er mit der Sekretärin ein Verhältnis aber das musste Karin einfach akzeptieren. Er klingelte. Als sich keiner rührte sperrte er mit dem selbstnachgemachten Schlüssel die Haustüre. Als er vor der Wohnung stand in der Karin gelebt hatte stutzte er. Da stand ein anderer Name und auf einmal stand ein Mann hinter ihm.

„Guten Tag Herr Laus. Gut dass ich Sie sehe. Frau Dr. Thaler ist ausgezogen. Ihre Sachen hat sie bei mir gelassen. Ich hole Sie aus dem Keller.“, sagte Herr Maier. Dann ging er . Er kam mit einem Umzugskarton zurück.

„Ach, ja den dritten Schlüssel hätte ich gerne. Frau Dr. Thaler hat mir gesagt, dass sie ihn sich nachmachen haben lassen ohne meine und ihre Genehmigung. Ich habe Sie deshalb schon anzeigt wegen Hausfriedensbruch. Mein Anwalt nimmt Kontakt mit Ihnen auf. Ich weiß nicht wo Frau Doktor Thaler hingezogen ist. Guten Tag“, sagte Herr Maier.

Stefan kochte. Dieses  Weib sollte ihn kennen lernen.

 

Während dessen war ein Einsatz angekommen. Es wurden beide Teams angefordert. Die Jungs zogen sich nochmals um und sprinten dann zum Heli. Beide RH waren unterwegs. Da die Unfallstelle auf einem Geröllbrett lag, seilte sich Karin ab.

„Pass auf Karin. Ich kriege keine Ärztin mehr.“, sagte Biggi in den Funk

„Mache ich.“, war die Antwort.

Michael versorgte nicht weit von ihr entfernt den zweiten Patienten. Als er fertig war ging er zu ihr hin

„Wir fliegen dann., Karin“, sagte er

„Kann Peter nicht alleine fliegen. Ich habe mit dem Probleme. Wenn ich ne Luftröhrenschnitt machen muss habe ich ein Problem“, sagte sie und sah den Kollegen hilfesuchend an.

Michael sah sie an.

„Luftröhrenschnitt ist doch nicht schwer Karin. Was du nur hast?“, sagte der Notarzt und ging in die Hocke.

„Na meine Kenntnisse in Chirurgie sind sehr mangelhaft Michael. Könntest du nicht den Schnitt machen, falls er notwendig wäre.“, sagte sie und sah den Kollegen mit großen Augen an. Michael konnte nicht mehr. Die Kollegin schaffte ihn. Der Blick , diese Augen, die Figur, nein, da konnte er nicht anders. Da musste er helfen. Ihr und sich selber. Er drehte sich um.

„Peter fliegt ihr mal alleine mit dem Patienten.“, sagte er und Thomas hob nach dem Peter eingestiegen war ab.

Der Patient bekam weiter nur schlecht Luft und Karin und Michael entschieden sich dann während des Fluges für den Luftröhrenschnitt. Als Michael den durchgeführt hatte meinte er.

„Ist doch easy so ne Luftröhrenschnitt. Außerdem haben Frauen einen sanfteren Schnitt, da die nicht so rau sind wie Männer. Bei deinen zarten Fingern Karin, eitert das sicher nicht.“, sagte er.

Sie brachten den Mann in die Klinik und übergaben ihn. Biggi und Ralf standen am Heli.

„Kannst mir ja sagen was willst aber die beiden hat s ineinander erwischt. So habe ich ihn seit dem Tode von Margarethe nicht mehr erlebt.“, sagte Biggi zu Ralf

Der nickte. Da kam Karin ohne Michael angelaufen.

„Wo ist Michael?“, wollte Biggi wissen

„Für kleine Notärzte“, sagte Karin

Nach kurzer Zeit kam der Notarzt. Michael stieg ein und sie flogen ab. An der Basis warteten Thomas und Peter. Als Karin in Richtung Damentoilette verschwunden  erzählte Ralf den Kollegen vom Einsatz. Thomas sah ihn an und grinste .

„Ja, die Liebe macht auch vor Notärzten nicht halt.“, sagte er . Michael kam aus dem Büro wo er die Formulare für die Einsatzberichte geholt hatte. Karin kam nach kurzer Zeit wieder in den AR.

Sie setzte sich neben Biggi und sah etwas ungläubig durch die Gegen. Michael beobachte sie  von einiger Entfernung aus und fand sie hinreißend. Sie war egal in welcher Situation sie sich befand eine Schönheit. Nur wie kam er an sie hin. Na,  vielleicht trug ja das Wochenende dazu bei., dachte er

„Karin. Kaffee?“, sagte Biggi, doch Karin reagierte nicht. Sie war in Gedanken versunken.

Karin schüttelte sich und sagte

„Biggi was? Ich war in Gedanken versunken.“,

„Ob du Kaffee willst wollte ich wissen?“, sagte Biggi

„Klar, da brauchst du nie fragen. Ich bin kaffeesüchtig wie alle Anästestinnen. Gabi etwa nicht?“, sagte sie

„Doch Gabi trinkt mir und Ralf immer den ganzen Kaffee weg.“, sagte Biggi und lachte

„Ihr Armen, ihr könnt einem leid tun, Ralf und du“, sagte sie und lachte herzhaft.

„Sag mir mal lieber was ich auf den Lehrgang außer meinen OP –Klamotten  ja und Arztkitteln mitnehmen soll, Biggi?“, sagte sie

Michael dachte sich, eigentlich nichts du bist doch von Natur aus schön.

„Tschüß ihr drei“, sagte er und ging mit Peter und Thomas zur Basis hinaus.

 

Auf dem Weg zum Auto meinte Thomas zu Michael

„Sag mal was nimmst du mit am Wochenende außer OP-Klamotten und Arztkitteln zum Anziehen? Wir könnten doch mal wieder Kofferpacken spielen. Wir sicher  lustig!. Dabei grinste er spitzbübisch. Peter lachte vor sich hin. Der Feierabend versprach sehr amüsant zu werden.

„Weiß ich noch nicht. Muss erst mal meine OP-Klamotten aus dem Schrank kramen und waschen, auch meine Kittel. Aber du kannst mir ja helfen Thomas.“, konterte Michael.

 

„Ich denke ich nehme zwei Jeans mit und für den Abend einen Rock halt was schickes. Denn ich denke schon dass wir uns nach der Arbeit in Vergnügen stürzen werden. Oder würdest du das nicht machen Biggi? Bei so einem Mann wie Michael. Ist mir ja schleierhaft dass der ohne Frau rumläuft. Kann ich gar nicht verstehen?“, sagte Karin und griff nach einem Brötchen. Ralf grinste als er in der  Küche das hörte. 

„Sicher ich würde für Abend vielleicht ne schicken Mini mitnehmen und ne tolle Bluse.“, sagte Biggi und sah die Notärztin an.

Der Dienst verlief ruhig und als am Morgen Michael mit Peter und Thomas lachend ankamen war Karin froh in ihr Bett zu kommen.

 

Stefan war zuerst zu Karins Mutter gefahren und hatte ihr die Ohren vollgeheult. Sie wusste jedoch nichts von dem Umzug. Aber sie wollte mal mit Karin reden. Nur das war einfacher als gedacht, da die ihren eigenen Kopf hatte.

 

Als sie weg war erzählte Ralf Peter das Gespräch vom  Vortag. Der lachte.

„Thomas hat mit Michael Koffergepackt. Ich habe mich weggeworfen vor Lachen. Aber der Koffer ist fertig. Es kann ins Vergnügen gehen. Also auch wenn es Michael nicht zugibt, er ist in Karin verliebt. Kann ihn ja verstehen das sie ne tolle Frau ist.“, sagte Peter zu Ralf. Der nickte nur.,

Ralf besuchte Gabi im Krankenhaus und erzählte ihr die Episode und das Gespräch von Biggi und Karin, so wie das was ihm Peter erzählte. Gabi kam vor Lachen fast um. Sie lachte schallend über den Bericht von Peter über die Erzählung von Thomas.

„Das ist echt Thomas. Das sieht ihm wieder mal sehr ähnlich. Na, vielleicht kriegt Michael ja durch meine Hilfe ne Frau. Wäre nicht schlecht für ihn. Karin ist sehr nett, ja und du Biggi ihr kommt ja sehr gut aus. Ralf sage doch Karin , dass sie mal kommen soll ich muss sie wegen Mama um was bitten. „, sagte sie aber sie musste immer wieder lachen. Da klopfte es. Biggi und Karin kamen rein.

„Mensch euch schickt der Himmel. Habe Ralf gerade gesagt, das ich dein Hilfe brauche Karin . Wegen Mama. Hallo erst mal.“, sagte sie.

„Klar was kann ich für dich tun, Gabi.“, sagte Karin und stellte der Kollegin einen Saft hin und Obst.

„Danke“, sagte sie

„Sag mal hast du das Buch schon durch? Ich meine den Mondscheintarif“, wollte Karin wissen.

Gabi nickte. Dann brach sie zum wiederholten Male in schallendes Gelächter aus.

„Das Buch ist ein Knaller. Das ist nur gut. Ich habe mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt. Karin. Alleine der Ausspruch von der Cora, bevor sie sich mit Daniel trifft

„Ich habe ne Frisur wie Maria Theresia of Extusie, hat mich fast umgebracht vor Lachen. Das musst du Biggi mal geben , wenn du es nicht brauchst, damit die auch mal was zum Lachen hat. Mensch Biggi du hast ja nächste Woche Geburtstag. Sag mal was wünscht du dir denn?“, fragte Gabi die Freundin. Karin sah die Pilotin an.

„Wir hören Biggi. Wir brauchen dich noch, als Pilotin. Notärztinnen sind halt mal so.“, sagte Karin

Biggi sah Karin, Ralf und Gabi an. Dann meinte sie ohne zu Überlegen.

„Einen Mann will ich haben“

„Hast du da bestimmte Vorstellungen Biggi. Nur so als Anhaltspunkt“, sagte Gabi und zuckte mit den Schultern.

„Ja, doch habe ich „, war Biggis Antwort. Ralf Handy klingelte. Es war Peter der seine Hilfe brauchte, denn die Medikamentenlieferung war gekommen. Ralf nickte und legte auf. Dann gab er Gabi ne Kuss und sagte ihr was los war.

„Na, er sollte groß sein so 1,80 gut ausschauen und viel Fantasie haben, ja und wäre net schlecht wenn er einen Beruf hätte. Pilot oder so .Na über zwei Karten für die Heli- und Flugzeugausstellung in München würde ich mich sehr freuen. Da will ich nämlich hin.“, war die Antwort von Biggi.

Ralf verabschiedete sich von den dreien und ging.

Als er im Auto war musst er über die Beschreibung von Biggi erst mal lachen. Als er ankam in der Basis fand er einen tobenden Ebensieder vor. Peter hatte begonnen die Lieferung zu sortieren.

„Sagen sie mal Max wie konnten sie veranlassen, dass der alles in den Weg stellt. Wie soll ich in mein Büro kommen. Da hat ja keiner mehr Platz.“, pflaumte Ebensieder Max an.

„Herr Ebensieder ich habe dem Fahrer gesagt, er soll zu Ihnen ins Büro und die Lieferung vor den Eingang rechts stellen. Der scheint was an den Ohren zu haben.“, verteidigte sich  Max.

Während sie aufräumten kam Thomas rein. Er hatte den RH gecheckt und rieb sich nun die Hände

„Wisst ihr was Biggi zum Geburtstag will. Sie hat nächste Woche. Gabi hat sie gefragt.“, sagte Ralf

„Nein“, sagten alle aus einem Munde. Frank Ebensieder schätzte Biggi sehr und war deshalb stehen geblieben.

„Sie will zwei Karten für die Heli- und Flugzeugausstellung in München und  nun kommst ne Mann. Der sollte 1,80 sein, gut ausschauen und viel Fantasie haben, ja und wäre net schlecht wenn er einen Beruf hätte. Pilot oder so. Also das erste zu bekommen die Karten, ist ja nicht schwer nur bei dem Mann, da wird es dann schon schwierig. Peter hast du ne Idee als Kollege?“, sagte Ralf und sah den Freund an. Mit Blick auf Thomas.

„Na, du verlangst wieder mal Sachen, Ralf . Wow.....wow........lass mal überlegen.“, sagte Peter und schnaubte tief.

„Ja  um die Sache mit dem Mann kümmern Sie sich Berger. Da haben sie ja Gespür dafür. Weiß jemand was die Karten kosten. Ja vielleicht sollte man Frau Schwerin, neben der Ausstellung oder doch hier in einem Restaurant ne Gutschein für ein Dinner für Two machen. Wie hoch ist der einzusetzenden Betrag.?, wollte Ebensieder wissen.

„Also die Karten kosten 10 € pro Nase. Das weiß ich da ich mich erkundigt habe. Ja und von mir kommen 20 € für Biggi.“, sagte Thomas

„Von uns auch“, sagten Ralf, Peter und Michael.

„ Das sind dann 100 € „, sagte Ebensieder.

„Nein es sind mehr. Von Peter, Thomas, Michael, Karin, Gabi und mir je 20 €, da komme ich auf 120 €, ja und wenn Sie und Max noch mitmachen sind es 160 € . , sagte Ralf.

„Na, sicher mache ich mit. Max Sie auch?“, wollte der Chef wissen.

Dieser nickte und legte den Schein auf den Tisch.

„Gut, dann besorgen Sie die Karten und die Blumen, ja und wir machen das mit dem Lokal, da ich weiß wo Frau Schwerin am liebsten hingeht.“, sagte Ralf

 

Karin und Biggi waren noch lange bei Gabi. Sie berichtete über die Streitereien mit ihrer Mutter wegen Ralf. Karin hörte ihr zu. Nach einiger Zeit meinte sie.

„Gabi ich helfe zu dir und Ralf. Da fehlt sich nichts. Da meint mal wieder ne Mutter sie muss den Schwiegersohn raussuchen. Die sollte froh sein über deine Wahl denn Ralf ist ein Goldstück. Als Sanitäter ist der aller erste Sahne“, sagt Karin.

Sie kannte das Spiel zu gut, denn ihre Mutter wollte ja dass sie Stefan heiratete.

 

Am anderen Tag, mussten bei einem Einsatz beide Teams raus.

„Dr. Thaler Sie leiten den Einsatz.“, sagte Ebensieder.

„Nein wir leiten den Beide.“, maulte Karin vor sich hin währende sie zum Heli lief. Biggi hatte sich freiwillig auf den Co-Piloten Sitz gesetzte. Thomas merkte das

„Das ist doch deine Schicht. Ja, aber du fliegst , das habe ich entschieden, da ich heute saumäßig drauf bin.“, sagte sie.  Thomas sah sie an. Dann stieg er in den Heli und legte ne Gewaltstart hin, der so gut war, dass Karin bei Michael auf dem Schoß landete.  Die Unfallstelle gliche einem Schlachtfeld. Ein Haus das noch im Bau war in sich zusammengefallen. Karin und Michael stiegen aus.

„Ihr geht da lang wir da.“, sagte sie .

„Hilfe , Hilfe meine Mama ist tot die blutet“, hörten Michael und Karin  sie sahen sich um . Ralf kommt mit und Peter, du und Thomas ihr schaut. Michael und ich schauen nach dem Kind. Ralf sah das Kind. Es stand vor einem Haufen und schrie.

„Karin, Michael schnell hier her. Biggi werfe den Heli an, die Mutter ist unter Betonplatte begraben, da ist ein Schlitz. Ich sehe sie.“, schrie Ralf.

Karin und Michael sprinten zu dem Kind. Es war ein Junge. Seine Augen waren geschwollen und er blutete am Kopf. Aber sonst sah er fürs erst sehr gut aus. Michael ging in die Hocke und sah den Jungen an.

Er legte die Hand um die Schulter von ihm.

„Ich heiße Michael, Ich bin Arzt. Meine Kollegin, Karin und ich werden alles tun, dass deine Mama lebt. Wie heißt du den?“, wollte er wissen. Biggi war über der Betonplatte und Ralf hängte die Anker fest.

„Langsam Biggi sehr langsam. Wenn ich richtig gesehen habe dann atmete sie noch. Karin bist du so weit.“, sagte er.

„Ich heißt Peter-Jan , aber jeder sagt nur Peter zu mir. Meine Mama nennt mich Süßer Knopf“, sagte der Junge.

„Da hat sie ja recht. Ich bin Karin. Ich schaue nach deiner Mama. Peter unser Sanitäter und Thomas kommen da. Peter schaut mal nach deiner Wunde. Vielleicht hat Thomas der Pilot noch was Süßes in der Tasche. Die Wunde versorgen wir und wir nehmen dich und die Mama dann mit.“, sagte Karin

Biggi hob die Platte an und es rührte sich was. Karin und Ralf sprinteten  zu der Frau.

„Peter-Jan wo bist du?“ winselte sie unter Schmerzen.

„Peter-Jan ist bei den Kollegen, Dr. Thaler ist mein Name. Wie heißen Sie?“, sagte Karin.

„Beate Buch. Wir waren einkaufen über mich ist der gesamte Einkauf gestürzt.“, sagte die Frau unter stärksten Schmerzen.

Karin legte einen Zugang und gab ihr Schmerzmittel. Als sie aufsah, stand Peter mit dem Jungen da.

Er streichelte die Mutter. Sie lächelte.  Sie versorgten Mutter und Sohn, dann flogen sie die Beiden in die nächste Klinik.

Als Michael und Karin aus der Klinik kamen warteten Ralf, Biggi, Thomas und Peter am Heli.

„Können wir?“, fragte Biggi

„Sagt mal  meint ihr die Beiden schaffen es?“, sagte Peter

„Ja, sicher, aber dauert halt jetzt etwas. Die haben beide ein ganzes Heer Schutzengel dabeigehabt. Besonders der Kleine. Der ist so süß gewesen. Was meint ihr?“, sagte Karin.

„Der war trollig. Sind unser Jungs aber auch, Karin „, sagte Biggi und schwang sich auf den Pilotensitz.

Bevor Karin ging gab sie Ralf noch den Anteil für Biggis Geschenk. Sie flüsterte ihm zu.

„Wenn du noch was brauchst, dann sage Bescheid“, dann ging sie.

Am anderen Tag kam sie mit einem mittelgroßen Trolli zum Dienst. Als Ralf den sah meinte er zu Peter.

„Hat Karin den halben Kleiderschrank dabei oder nur die OP-Klamotten, zwei Jeans und den Mini für Abends?“, sagte er. Ralfs Gesicht zeigte ein heimisches Grinsen, wie es nur ein Mann kann.

„Nein, der Größe des Koffers nach, den ganzen Kleiderschrank und die Minirockauswahl. Na, die Frau Doktor weiß halt nicht mit Stück Stoff sie Michael erfreuen soll. Mensch der ist ja zu beneiden. „, sagte Peter.

Der Dienst verlief ruhig. Karin erledigte Schreibarbeiten. Nach einem Mensch-ärgere-Dich kam Biggi zu ihr.

„Was hast du jetzt eingepackt?“, fragte sie.

„Also meine Kittel, grün und weiß, ....

„Das macht heiß“, scherzte Ralf im Hintergrund. Karin drehte sich um und grinste den Sani mit hochgezogenen Augenbrauen an. Er saß hinter der Zeitung und grinste vor sich hin.  Auch Thomas, Michael und Peter blieben nun stehen. Das konnten sie sich unmöglich entgehen lassen, denn der Koffer war ja nicht gerade klein.

„Also wie schon erwähnt die Kittel. Dann eine schwarze Jeans und eine dunkelbraune Jeans. Zu denen habe ich je ne Bluse und zwei Rollkragenpullis dabei. Ja und für Abends habe ich mein neues Kostüm dabei. Aber Biggi das kann man nicht beschreiben, das muss man angezogen gesehen haben. Schaut echt gut aus. Das habe ich mir gekauft bevor ich zu euch kam, an dem Wochenende davor. Da habe ich auch meinem eifersüchtigen Freund getrennt. Der gefällt zwar meiner Mutter, aber dem seine Eifersucht, die macht mich verrückt. Was meinst du wenn der Peter, Ralf, Michael und Thomas sehen täte, da dreht der hohl. Da hätte ich ja mit allen wieder ein Verhältnis, besonders mit Ralf, da er als Sanitäter, ja an der Unfallstelle neben mir kniet, wenn er mir die Instrumente reicht. Zu dem habe ich ein Bild bekommen das ihn infragrantie mit der Sekrätrin zeigt. Der ist für mich gestorben. Kannst du das verstehen. Nein ich habe das Kostüm vor dem Spiegel angehabt mir hat es gefallen. Bin gespannt ob es Michael gefällt.“, meinte Karin.

Thomas, Michael und Peter hatten sich aus der Basis geschlichen, da ihnen das Gespräch der Beiden zu hoch wurde.

„Na, wenn du für Michael ne Arzt brauchst, dann weißt du Bescheid.“, sagte Biggi und lachte hellauf.

Ralf grinste vor sich hin. Die Schicht verlief ruhig. Karin wurde immer nervöser. Also vor einem Lehrgang war sie nie nervös. Aber Michael. Oh dieser Mann. Der war ein Geschenk Gottes. Der hatte alles was sich ne Frau wünschte. Jedenfalls wenn sie Karin Thaler hieß. Die Figur, das Aussehen ja und der unverwechselbare Charme. Diese Punkte , die nur auf eine Person zutrafen kamen jetzt zur Türe rein.

„Hallo, na war viel los Karin.“, sagte Michael der nun den AR . Mit einem leichten Schwung setzte er sich auf den Schreibtisch neben die Kollegin, dir vor seinem Charme dahinschmolz.

„Nein. War sehr ruhig. Meine Berichte sind auch fertig. So dann geh ich mich mal umziehen. Legst du die schnell bei Ebi auf den Tisch. Nicht dass der meckert Michael. Ach das wäre nett.“, sagte sie und sah ihn mit einem Augenschlag an. Michael schmolz dahin wie ein Pfund Butter in der Pfanne. Also die Frau raubte ihm den Verstand. Na hoffentlich will der Chef keine Bericht vom Lehrgang, denn dann könnte das ein Problem werden für ihn. Nach einem Wochenende mit Karin wusste er sicher nicht mehr alles. Eigentlich gar nichts mehr. Na, mal sehen was kommt. Mit Ordner der Berichte unter dem Arm tigerte er in Richtung Büro. Er legte den Ordner auf den Tisch des Chefs und ging in den AR.

In der Umkleide bei Biggi und Karin. Karin hatte eine schwarze Jeans angezogen und eine Wollpulli der die Farben eines Regenbogens hatte. Sie lies die Haare offen.

„Ich wünsch dir einen schönen Lehrgang und zwei schöne Abende mit Michael.“, sagte Biggi zur Kollegin.

„Danke. Lieb von dir, Biggi. Gehst du zu Gabi, dann grüße sie von mir.“, sagte Karin.

Dann ging sie in AR. Als sie Michael sah, schluckte er.

Oh Gott wie soll ich mit so einer Schönheit Autofahren, die ist ja jetzt noch schöner als im Overall. Also nun muss ich aufpassen, sonst wird das nix mehr. Eigentlich heißt es doch wahre Schönheit kommt von innen. Triff bei mir zu. Aber bei Karin ist die Schönheit wirklich gut verteilt. Innen und Außen. Die Frau ist ne Wucht. Das hält ein Mann im Kopf net aus. Meine Güte ich kriege Frühlingsgefühle., dachte Michael bei sich.

 

Sie gingen zu Michaels Wagen. Er fuhr einen Landrover. Michael verstaute die Sachen und sie fuhren los. In München war viel Verkehr. Sie kamen gerade noch rechtzeitig an dem Veranstaltungshotel an. Dort fanden die Vorlesungen statt. Den ersten Schreck erlebten die beiden, jeder für sich versteht sich, als ihnen der Portier eröffnete dass sie Ebensieder für eine Sweat angemeldet hatte. Michael nahm den Schlüssel und sie gingen in die Sweat.

Sie schlossen die Türe auf und standen in einem gigantischen Zimmer. Das war dann nochmals unterteilt. Auf der einen Seite befand sich das Bad. Aber auch ein Schlafzimmer. Auf der gegenüberliegend Seite ein Schlafzimmer. In der Mitte war der Aufenthaltsraum. Dort standen die Beiden und sahen sich an.

„Ebi hatte wohl Spendierhosen an.“, meinte Karin.

„Nein der hat uns die Prospekte gezeigt. Dann hat er mir die Wahl gelassen und gesagt ich solle die Kreuze, welche Zimmerkategorie u. s. w. Der ganze Scheiß halt. Da ich aber keinen Bock hatte habe ich es Thomas machen lassen. Der hat das ausgewählt.“, sagte Michael

„Thomas hat ne sehr guten Geschmack. Na, der ist Pilot und weiß was sich Notärzte wünschen.“, sagte Karin.

Sie würfelten um die Zimmer. Das machte Spaß. Dann packten sie aus.

„Michael ich lege dir da mal ne Block hin. Denn ich gehe davon aus, dass wir ne ausführlichen Bericht dem Chef geben müssen. Den wirst du brauchen denn ich weiß nicht wie gut du merken kannst. Bei mir ist das nicht so toll. Das Gedächtnis.“, sagte sie

„Danke Karin“, sagte er. Also wenn ich bei dir bist, ist mein Gedächtnis im Eimer, da hilft auch kein Block mehr. Denn du verwirrst mich Karin. Die Grazie, der Gang, das Aussehen und vor allem der Blick deiner Augen. Karin du bist ein Wunder der Natur., dachte Michael.

Sie hingen sich beide ihre weißen Kittel über den Arm und gingen los. Das Programm war hart und die Vorträge schwer zu verstehen. Für Michael, denn der saß ja neben Karin.

Gegen 0.00 Uhr war der letzte Vortrag zu Ende. Sie gingen zum Zimmer. Auf dem Weg dorthin fragte Michael die Kollegin in seiner unverwechselbaren Art.

„Wollen wir heute noch was trinken gehen, Karin? Oder gehen wir morgen essen?“

„Heute nicht mehr. Aber morgen machen wir uns ne schönen Abend, Michael. Das ist ganz sicher.  Ich bin saumüde du nicht?“, wollte sie wissen. Er nickte .

Nach kurzer Zeit löschten beide das Licht. Am anderen Morgen wurde Karin durch das Geräusch von Michaels Rasierer geweckt.  Sie stand auf und zog über ihr Mininachthemd den Bademantel. Dann ging sie ins Bad. Michael stand bei der Morgentoilette vor dem Spiegel.

„Morgen, Michael. Wie spät ist es.?“, wollte sie wissen.

„Morgen Karin, es ist 7.45 „, sagte er.

Er drehte sich um nach dem er sich rasiert hatte. Nun erstarrte er völlig. Im unausgeschlafenen Zustand war sie nur süß. Die Haare standen nach alle Richtungen. Da Karin der Bademantel aufging, sah er ihre tolle Figur. Die raubte ihm den Nerv und den Atem . Er musste hier raus. Der Tag verging mit Vorträgen und Demonstrationen an Verstorbenen. Als sie ins Zimmer zurückkehrten stolperte Karin und landete wie konnte es anderes sein in den Armen von Michael. Sie sah in die braunen Augen. Sie lächelte.

„Darf in deinen Armen bleiben Michael?“, sagte sie und gab ihm nach dem sie sich wieder aufgerappelt hatte einen Kuss. In dem Gang war keiner. Und wenn dann war es ihr wurscht. Sie wollte sich aus den Armen von Michael schälen aber waren wie einer Kralle die man nicht mehr loslassen wollte um sie geschlungen. Sie genoss es. Michael zog sie an sich und küsste sie mehrmals auf den Mund. Seine Augen glänzten.

„Du darfst noch mehr als nur in meinen Armen bleiben Karin. „, sagte er und schlang die Arme um sie. Er küsste sie nochmals , Dann gingen sie ins Zimmer. Michael schloss die Türe ab. Sie küssten sich leidenschaftlich im Raum. Dann nahm er sie auf seine Arme und trug sie in Richtung Bett. Sie liebten sich. Karin genoss seine Nähe, Wärme und Zärtlichkeit. Am Abend gingen sie essen. Als Karin in dem Kostüm vor ihm stand, es war ein langer Rock, darunter trug sie ein elegantes Top und eine Jacke, war es um Michael Verstand geschehen. Der stand still wie ne große Wanduhr, deren Ziffernblatt den Dienst versagt hatte.

Michael und Karin gingen griechisch essen. Sie schlenderten dann noch eine Weile durch München. Michael erzählte von seiner Kindheit, aber auch von dem Tode von Margarethe und Dirk. Karin wiederum schüttete ihm das Herz über die Beziehung zu Stefan aus und ihr Ängste. Sie schlenderten nach einem Umtrunk in Richtung Hotel, Arm in Arm. Für die Beiden stand die Welt still, denn es gab nur sie beide.

Sie tranken im Zimmer noch die Flasche Sekt die ihnen der Veranstalter gesponsert hatte. Irgendwann landeten die beiden im Bett und die Flasche stand fast voll noch Mutter Seelen alleine im Sektkühler und erfreute sich bester Temperatur. Die Temperatur von Michael und Karin stieg mit fortschreitender Stunde immer mehr. Doch am Montag begann wieder der Dienst. Den Gedanken ließen beide schnell fallen.

 

„Na und erzähle.“, Peter und Thomas standen im Gang als Michael am Sonntagnachmittag ankam. Sie sahen den Freund an.

„Was soll ich euch erzählen? Ihr könnt wenn ihr wollt den Bericht für Ebi tippen. Es war anstrengend und sehr informativ.“, sagte Michael

„Wir wollen nicht den medizinischen Mist hören, sondern Fakten mein lieber.“, sagte Thomas und auch Peter nickte.

„Ja, nix als die Fakten wollen wir wissen.“, sagte Peter und gab Thomas einen Schubs.

„Welche Fakten?“, fragte Michael und begann die Reisetasche auszuräumen.

Peter und Thomas sahen sich an. Sag mal war der Notarzt so blöd oder etwa so schlau. Der verschwieg doch was. Peter sah ihn an.

„Die Fakten Karin“, sagte er schließlich.

„Karin und ich verstehen uns gut weiter gibt es da nichts zu erzählen. Oder was dachtet ihr?“, sagte Michael und sah die Beiden an.

Nach wenigen Minuten war zufrieden dass er die beiden Plagen los war. Die waren als Freunde nicht zu Toppen. Wenn man sie brauchte waren beide da. Aber neugierig wie Waschweiber., dachte er.

 

Karin saß im Wohnzimmer und träumte vor sich hin. Nach einiger Zeit stand sie auf und ging ins Bad. Auf dem Sims lag ihre Pille. Na, wenn da mal nichts schiefgegangen ist., dachte sie. Dann öffnete sie die Post. In einem Brief stand dass sie nach der Zeit bei Medicopter 117 eine Stelle als Fachärztin der Anästhesie hatte . Sie jubelte. In der Privatklinik „Siebenmeilen“, die lag am Rande von Traunstein und war eine Fachklinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Doch für die Stelle wohnte sie zu weit weg. Also musste sie wohl wieder umziehen. So ging sie nochmals raus und holte sich die Wochendausgabe der Tageszeitung. Die suchte sie dann nach einer 3-Zimmer-Wohnung ab. In der Nähe der Klinik fand sie eine Wohnung. Sie rief dort an.

Die Frau am Telefon war höflich aber doch sehr ungewöhnlich. Sie fragte nach dem Beruf und dem Familienstand. Karin berichtete ihr, dass sie Ärztin war und in der Klinik in der Nähe demnächst eine Stelle bekäme. Sie wäre Single und hätte keine Haustiere. Ob sie die Wohnung sehen könne wollte sie wissen. Die beiden vereinbarten einen Termin in einer Stunde. Karin kam an das Haus hin. Eine etwa 50-jährige Frau stand vor ihr. Sie begrüßten sich.  Frau Hoch hieß sie und sie entschuldigte sich gleich für ihr rumpelhaftes Verhalten am Telefon. Sie sagte sie habe Miete gehabt die sich an nichts gehalten hätten. Karin ging in die Wohnung Sie hatte 4-Zimmer. Die waren groß geschnitten. Durch die Küche konnte man noch einen kleinen Garten betreten. Die Wohnung lag im Erdgeschoss.  Karin entschloss sich die Wohnung zu nehmen.

 

„Morgen“, sagte Biggi

„Morgen Biggi, Morgen Ralf“, sagte sie

„Na, wie war’s?“, sagte wollten die Beiden wissen.

„Anstrengend. Wie Wochenendlehrgänge sind. Da man keine Zeit zum Erholen hat. Michael und ich hatten gerade Zeit zum Reden mehr nicht. Die Zimmer waren toll. „, sagte sie

 

Die nächsten beiden Tage waren arbeitsreich für alle.

Stefan wusste dass Karin Dienst hatte. Er hatte zwar zu der Mutter von Karin gesagt, dass er ihr nicht tun würde. Er wolle mit ihr reden, aber der Hass war sehr groß auf sie. Obgleich er sich schon mit der Sekretärin tröstete. Er sah das Auto an der Basis. Er stand hinter der Hauswand. Von dort aus sah ihn niemand und er konnte Karin ungestört abfangen. Wenn sie nicht das machte was er wollte dann würde er es ihr zeigen. Da sah er den RH. Thomas landete gekonnte und alle stiegen aus. Karin schrieb auf den Oberschenkeln die Berichte. Stefan sah die Piloten und Sanis aussteigen. Als er Karin erblickte stürmte er auf sie zu, er packte sie beim Kragen und schrie sie an.

„Sag mal du bist doch blöde. Einfach abzuhauen nur weil ich einmal nebenrausgegangen bin. Bei dir tickst nicht richtig, du sagst mir sofort wo du wohnst.“, dabei schüttelte er sie. Sie lief fast blau an. Eine Antwort kam nicht. Thomas hörte den Krach von außen und sah durchs Fenster.

„Schnell, Peter, Ralf, Michael. Da ist so ein Irrer der geht Karin an die Wäsche. Ebensieder rufen Sie die Polizei. Schnell!“ schrie er und alle stürmten raus. Stefan schüttelte Karin, dann zog er auf und schlug ihr mit der Faust ins Gesicht. Doch er traf nicht, da Ralf die Hand hielt und ihm Peter von hinten eine verpasste, dass man die Kieferknochen knacken hörte. Er lies Karin augenblicklich los. Sie fiel zu Boden.

„Sag mal hast du sie noch alle meine Kollegin so zu behandeln. Bei dir tickst wohl nicht recht.“, schrie Ralf aus vollem Halse. Als Stefan auf die bereits bewusstlose Karin noch einschlagen wollte aus Hass, holte Peter aus der Schlag traf ihn so dass er auch zu Boden sackte. Michael und Thomas kümmerten sich erst um Karin. Da kam die Polizei.

Sie nahm Stefan fest. Ebensieder stand neben Michael der Karin ein Kreislaufmittel verabreichte.

„Wer ist der Irre, Karin?“, fragte er als Karin zu sich kam

„Stefan Laue mein Ex.“, sagte die und rang nach Luft

„Wenn ich dich erwische du blöde Kuh, dann mache ich dich alle. Da hilft dir keiner. Und den Scheißsani zeige ich an.“, schrie er durch die Gegend.

„Sie gehen jetzt erst  mal selber in Haft. Wegen Körperverletzung. Der Sani hat nur seinen Job gemacht.“, sagte der Polizist und stopfte Stefan ins Auto.

Michael trug Karin in den AR. Er legte sie auf das Sofa.

Dann drehte er sich zu Ebensieder um.

„Dr. Thaler kann die Schicht nicht mehr weiterfliegen, ich fliege mit der B-Crew.“, sagte er

„Nein, sie fliegen nicht und auch Dr. Thaler fliegt nicht mehr. Ich habe sie gesperrt bis übermorgen. Dr. Thaler bitte machen Sie morgen bei der Polizei die Aussage, der Beamte hat mir die Telefonnummer gegeben. Ich habe nämlich Strafanzeige erstattet. Soll ich sie heimfahren?“, sagte Ebensieder.

„Nein ich nehme sie mit, wenn ich an die Klinik zu Dr. Kollmann fahre“ sagte Ralf.

 Das tat er dann auch.

 

Karin kam heim. Sie zitterte noch am ganzen Körper. Sie kochte vor Wut. So entschloss sie sich hinzulegen. Es dauerte nicht lange und es klingelte. Es waren ihre Eltern.

„Na, mein Schatz hast du dich mit Stefan wieder versöhnt? Wann heiratet ihr?“ sagte ihre Mutter. Ihr Vater saß daneben und sah die Tochter an. Er wusste nicht was er glauben sollte. Seine Frau hatte ihm von einem Krach zwischen Stefan und Karin erzählt. Er mochte den Architekten nicht.

Karin sah die Mutter  an.

„Sag mal bist du naiv oder nur blöde, Mama. Was findest du an dem Stefan. Der darf bei dir alles. Ich habe mit ihm Schluss gemacht bevor ich in die Wohnung gezogen bin. Ich zeige dir den Grund. Dann holte sie das Bild. Außerdem hat er mich vor 3 Stunden so geschüttelt und auch geschlagen, dass ich das Bewusstsein verloren habe. Nach einem Einsatz als wir zurückkamen. Wenn meine Kollegen nicht wären, dann würde ich jetzt nicht mehr leben. Aber das ist dir Scheißegal. Stefan hin, Stefan her. Ob der mich erschlägt ist dir ja wurscht. Ich suche mir meine Freunde selber aus und werde entscheiden wenn ich heirate. Sicher nicht Stefan. Der hat nun ne Anzeige am Hals von meinem Chef und wandert in den Knast. Dafür werde ich sorgen. Morgen gehe ich zur Polizei und zum Anwalt. Papa weißt du eine guten Kollegen., schrie sie die Mutter an.

Klaus Thaler sah die Tochter an. Er nickte. Zu dem kochte er innerlich.

„Aber......weiter kam die Mutter von Karin nicht da ihr Karin den Satz abschnitt

„Aber wenn du zu Stefan hältst brauchst du dich hier nicht mehr sehen lassen, ja und sollte ich mal Kinder haben wirst du sie nicht bekommen. Ich heirate den Mann den ich liebe und der mich liebt und nicht den du willst. Verstanden.“, sagte sie scharf. Ihr Handy klingelt es war Ralf. Gabi wollte wissen wie es ihr ginge. Ja und ob Michael ihr ne Pizza und Salat vorbei bringen sollte.

„Ja Ralf kann er. Ich habe noch Besuch,  meine Eltern sind da. Aber nicht vor zwei Stunden sagst du ihm das.“, sagte sie dann legte sie auf.

Als sie aufsah saß nur noch der Vater da. Ihre Mutter war wortlos gegangen. Er gab ihr die Adresse eines Kollegen. Dann ging er auch. Karin setzte sich hin. Sie heulte nun richtig. Nach nicht ganz 1 ½ Stunden stand Michael da. Er sah die roten Augen von ihr. Sie erzählte ihm alles. Er hörte zu. Dann küsste er sie. Er setzte sich nach dem Essen noch zu ihr aufs Sofa, als sie eingeschlafen war trug er sie ins Bett und ging.

 

In der nächsten Woche hatte Biggi Geburtstag. Sie freute sich über die Karten. Nach der Feier stieß Thomas an.

„Kommst du mit? Zur Ausstellung und dem „Dinner for Two“, sagte sie.

Er nickte. Die beiden Piloten wurden ein Paar. Das freute die Crew.

 

Die Zeit verging sehr schnell doch Karin und Michael kamen sich nicht näher. Karin war in die Wohnung neben der Klinik gezogen. Sie ging nach einem anstrengenden Arbeitstag die A-Crew war schon unterwegs. Mit Tränen in den Augen verabschiedete sie sich von Biggi. Diese musste an dem Tag zur Flugtauglichkeitsuntersuchung. Ralf wollte Gabi holen die aus der Kur kam. So legte sie in den Spinnt von Biggi ihre Adresse.  In Michaels Spinnt versteckte sie ein Päckchen. Auch hier legte sie ihre Adresse rein.

 

Sie begann am darauffolgenden Tag in der Klinik „Siebenmeilen“. Ihr Chef war ein ruhiger und sachlicher Mann. Prof. Gruber war der Chefanästhesist. Er zeigte ihr alles und Karin verstand sich gut mit ihm. Am Tag darauf war Konferenz für die Änastesten. Ein Kollege hatte eine Feier und fragte wer bereit wäre mit ihm den Dienst zu tauschen. Karin machte es, da sie sehr auf Kollegeialtät wert legte. Sie  war auch beliebt wegen ihrer herzlichen Art. Die Monate vergingen. Immer und immer wieder versuchte sie Michael zu erreichen. Aber da er nicht im Telefonbuch stand war dies nicht möglich. Als Notärztin musste sie nach der Probezeit zu einer Kontrolluntersuchung. Sie war schon ein halbes Jahr in der Klinik. Nur die Zeit war sehr schnelllebig.

 

Gabi hatte den Dienst wieder angetreten. Nur eines bekamen die Kollegen mit Michael war nicht mehr so wie früher. Als sie die Berichte ausfüllte und ihn alleine hatte sprach sie ihn drauf an. Er gestand er zögernd dass er Karin vermisste, da er sie liebte und erzählte der Kollegin dass er keine Adresse habe. Er wolle sie wiedersehen. Da Michael in Urlaub ging, versprach Gabi sich um die Adresse von Karin zu kümmern.  Der Vertretungsarzt hieß Mark Harland und war sehr nett und auch wie Karin schnell beliebt. Aber auch er konnte Gabi nicht helfen.

 

Karin schloss die Türe des Arztzimmers. Sie setzte sich auf einen der Stühle. Das musste sie verdauen. Sie bekam ein Kind. Ja und sie war in der 22. Woche und hatte nichts gemerkt, da sie nicht ein Gramm zugenommen hatte. Sie überlegte von wem das Kind sei. Die Arzthelferin füllte den Mutterpass und die Bescheinigung für den Arbeitgeber aus. Sie kam auf Karin zu.

„Wenn muss ich beim Vater des Kindes eintragen“, sagte sie zu Karin.

„Unbekannt“, sagte sie

„Sie wissen schon, dass das in die Geburtsurkunde kommt, Dr. Thaler. Sie erhalten keinen Unterhalt für das Kind.“, sagte die Helferin. Karin nickte. Dann machte sie einen Termin aus. Sie fuhr heim und setzte sich auf das Sofa. Sie dachte nach wer der Vater sein könnte. Ihr fiel nur  einer ein. Michael. Aber sie wollte nicht dass er für eine schöne Nacht 18 Jahre zahlen sollte. Wenn sie sich treffen würden, dann würde sie ihm es sagen ,aber angeben, damit er nur aus Verpflichtung zu ihr käme das wollte sie nicht. Dann zog sie das Kind lieber selber groß. Nur sie wollte Michael als Mann, als Partner, aber bitte nie als nur zahlenden Vater.

 

Michael war nach München gefahren zu seinen Eltern. Michaels Vater war Chefarzt der Chirurgie und  arbeitete in der Klinik „Siebenmeilen“, aber der konnte mit dem Namen Thaler nichts anfangen. Michael erzählte ihm es und er Vater hörte zu.

„Das würde dir gut tun Michael, denn seit dem Tode von Dirk und Margarethe bist du sehr ruhig geworden. Deine Mutter und ich werden dich sicher informieren wenn wir wissen wo Karin ist. Sag mal steht ihr im Telefonbuch, du und eure WG „Der einsamen Herzen“, sagte er lachend. Michael lachte und klopfte dem Vater auf die Schulter. Er schüttelte den Kopf. Dann kann sie dich auch nicht finden ohne Eintrag im Telefonbuch. Prof. Lüdwitz hatte noch eine andere Schwäche. Er konnte Namen nicht merken. Er verdrehte die Namen in alle Richtungen. Michael sah über die Schwäche des Vaters hinweg, da sich die Beiden gut verstanden. Sag mal was wünscht du dir außer Karin zum Geburtstag?, fragte er Michael.

„Na, ja ich bräuchte ne neuen Wagen meiner gibt nach fast 10 Jahren den Geist auf und da könnte ich ne Finanzspritze gebrauchen, Papa“, sagte Michael

 

Karins Mutter tobte als sie das von der Schwangerschaft erfuhr. Noch mehr tobte sie als Karin ihr sagte dass sie das Kind alleine erziehen werde da sie nicht wisse von wem das ist. Karins Vater sagte erst mal nichts. Nach einigen Tagen klingelte er an der Türe. Karin lies ihn ein.

„Hat dich Mama geschickt?“, sagte er.

„Nein. Sie weiß nicht dass ich da bin. Sie würde es eh nicht verstehen. Ich wollte dir nur sagen, ich werde dich auf alle Fälle unterstützen. Ja und ich bin froh , dass Stefan aus deinem Leben ist. Der hat dir nur geschadet. Aber sagst du mir von wem das Kind ist. Ich unternehme nichts, Karin. Aber vielleicht kann ich dir ja helfen. Auf Grund des Eintrag im Mutterpass kriegst du keine Probleme. Aber du musst für die ersten Jahre Sozialhilfe beantragen. Ja und es gibt einige Sachen, die du wissen solltest. Das was wir hier besprechen sage ich Mama nicht. Die trauert Stefan nach. Ich denke sie hat ihn im Knast besucht. Kann es ihr nicht nachweisen, aber ich habe es ihr  untersagt. Wann habt ihr Gerichtstermin? , fragte Klaus Thaler die Tochter.

„Ich habe den Kollegen gebeten, dass nur er zur Verhandlung geht und ich die Aussage davor machen kann. Ich kann Stefan nicht mehr sehen, Papa. Denn ich liebe einen anderen Mann. Von ihm ist auch das Kind.“, sagte Karin unter Tränen. Der Vater nahm die Tochter in den Arm. Dann beichtete Karin ihm alles. Er hörte zu.

„Würdest du ihm es sagen wenn ihr euch wiedersehen würdet?“, fragte Klaus Thaler.

Er ging und einige Tage später kam lag ein Brief von ihm im Kasten und er schrieb ihr dass er ihr  einen Betrag für die Ausstattung überwiesen haben und sie solle alles so machen wie besprochen.

Die Monate vergingen im Fluge.  Karin brachte Anfang Mai eine Tochter zur Welt

 

Michelle Thaler

 hieß sie und war einfach süß. Ihre Eltern besuchten sie daheim und ihre Mutter reizte sie wieder mal aus. Es war nur Karins Vater zu verdanken, dass sie der Mutter keine scheuerte.

 

Michael litt unter dem nicht Wissen wo Karin war und wie es ihr ging. Der Dienst der B-Crew war zu Ende und die A-Crew war zu ihrem ersten Einsatz aufgebrochen, da kam von der Damenumkleide ein Schreier.

„G.......a.........b.....i“, brüllte Biggi. Gabi rannte in Richtung Umkleide und rannte Max und Ebensieder um den Haufen.

„Sag mal was schreist du so. Ich dachte es ist was passiert.“, sagte die Notärztin.

„Ich weiß was Michael kriegt zum Geburtstag. Karin, denn ich habe die Mailadresse gefunden. Ich schreibe ihr. Aber du sagt doch nichts.“, sagte sie zu Gabi.

Na, klar, sagt diese

 

Am Abend Michelle schlief schon fest. Karin saß am PC und schaute die Mails durch. Sie staunte Biggi hatte ihr geschrieben.

 

Hallo Karin ,

wie geht es dir. Wir vermissen dich sehr. Besonders Michael. Er hat nächste Woche Geburtstag. Kommst du zur Party? Als Geburtstagsüberraschung für Michael.

Alles Liebe.

 

Biggi

 

Danke für das Geschenk es war 1 Jahr im Schrank gelegen. Ich bin mit Thomas zusammen. Wenn du mir deine Adresse gibst kommen Gabi und ich zum Kaffee morgen nach dem Dienst. Ich freue mich so  sehr auf dich.

 

 

Karin schrieb gleich zurück.

 

Hallo Biggi,

 

ja kommt morgen ruhig du und Gabi. Ich komme zur Party . Ich vermisse Michael so sehr.

Sauerampferweg 11, Tel. 994433 (bitte nicht weiter geben)

Ganz dicke Umarmung

Karin

 

 

Mit dem Zettel kam sie auf Gabi zu. Die lachte hell auf und war gleich dabei. Ralf wollte ins Fitnesscenter gehen.

 

Gabi und Biggi klingelten am Nachmittag bei Karin. Mit „Hallo „ begrüßten sie sich.  In Karins Wohnzimmer stand die Wiege mit Michelle, die schlief.

„Ist das dein Kind?“, fragte Gabi. Sie war fasziniert.“ Wer ist der Vater?, wollte Biggi wissen.“ Biggi sah sie an.

„Michael“, sagte sie fragend. Dann erzählte Karin alles den Freundinnen. Nach ihrem Bericht meinte Gabi

„Karin der lässt dich nicht mehr gehen. Der liebt dich so sehr. Der sucht dich so sehr. Wenn der Michelle sieht, rechnen kann er auch. Der ist dir nicht böse, der heiratet dich vom Fleck weg ohne zu überlegen. Der liebt dich sehr. Für den bist du leben. Dem seine Augen hättest du sehen müssen, wie der mir das erste Mal von dir erzählte. Die waren hell, groß und voller Stolz. Liebst du ihn noch. Sie nickte nur.

 

Am anderen Tag waren die Kollegen im AR . Michael Vater war da. Gabi sagte ihm was sie vorhatten. Er wollte nicht feiern.

„Doch du feierst ich komme auch. Deine Mutter ist bei den Schlafmittelexperten in Hamburg. Äh....ich meinte den Fachkongress für Anästhesie. Du verstehst. Die Kolleginnen Biggi und Gabi wollen doch nur dein Bestes.“, sagte er .

 

Die Kollegen besorgten einen Grill und deckten den Tisch. Sie saßen alle schon da beim Essen da kam Karin mit Kinderwagen  um die Ecke. Michael sah sie stellte den Teller hin.

„Karin,,,,,,Karin.......Karin“, rief er und lief auf sie zu. Karin ließ Kinderwagen und Michelle stehen und rannte in die Arme von Michael. Er küsste sie.

„Ich wünsche dir alles Gute zum Geburtstag Michael“, sagte sie.

„Mensch ich habe dich wieder. Sag mal warum hast du dich nicht gemeldet? Seit wann bist du Mama?“, sagte er

Dann drückte er sie. Die Kollegen sahen den Beiden zu. Sie kamen alle näher.

„Ich habe dir die Adresse in den Spinnt gelegt und ein Geschenk, Michael. Ja und Mama bin ich seit 3 Wochen. Michelle heißt sie.“, sagte sie. Er sah sie an. Dann zog er die Stirn in Falten.

„Kann es sein.......

„Ja Michael Michelle ist das Ergebnis eines Crashkurses in Chirurgie in München. Sie ist deine Tochter. Nur ich wollte nicht dass  du für etwas gerade stehen musst was ich verbockt habe. Ich habe meine Pille daheim damals vergessen. Nicht du. Ich habe dann „unbekannt „ angegeben. Aber das war schönste Wochenende meines Lebens.“, sagte sie.

„Nee dich gib ich nicht mehr her und Michelle erst recht nicht. Wo soll dass Geschenk sein von dir sein sagte er.“, sagte er

„Im Spinnt“, war ihre Antwort.

Michael kam nach einiger Zeit wieder mit dem Packchen. In ihm war ein Armband mit der Aufschrift „Karin“ drinnen.  Er sah den Brief. Michelle begann zu weinen da sie Hunger hatte.

„Willst du sie stillen Michael oder darf ich das machen?“, sagte Karin

Die Kollegen und Michael bogen sich vor Lachen.

Sie gingen rein. Karin stillte Michelle und Michael öffnete die Geschenke. Biggi schubste Gabi an.

„Jetzt geht es ihm wieder gut.“, sagte sie.

Dann nach kurzer Zeit kam ein Paar auf sie zu.  Karin hatte sich gerade hingesetzt. Als sie aufsah erblasste sie. Michael sah sie an.

„Das sind meine Eltern, Karin“, sagte er

„Das ist der Chefarzt der Chirurgie in der Klinik in der ich arbeite. Prof. Lüdwitz. Der Mann kann operieren das ist nicht normal. Nur der hat ein Namensgedächtnis das ist zum Heulen. Der sagt immer zu mir „Dr. Talg“ statt „Dr.Thaler“, sagte sie .

Der Professor kam auf Karin zu.

„Dr. Talg wie geht es Ihnen alles gut gelaufen bei der Entbindung“, wollte er wissen

„Papa das ist Karin Thaler. Die Karin die ich suche. Ja und das Kind im Kinderwagen da vorne ist Michelle. Sie ist meine Tochter. Karin hat mich nicht gegeben weil sie nicht wusste wo ich wohnte. Ich heirate Karin in 8 Wochen.“, sagte er

Prof. Lugar Lüdwitz sah den Sohn an. Dessen Mutter lies Geschenk Geschenk sein und sah sich die Kleine an.

„Ludgar die ist so süß. Die nehmen wir mit in den Urlaub auf Sylt wenn wir unser verspätete Hochzeitsreise zum 30. Ehejubiläum machen. „, sage Dr. Lucia Lüdwitz

„Komm her Michael kannst du auch später gratulieren der rennt dir nicht davon. Mein Gott ist das Kind süß. Guck mal wie goldig die schläft.“, sagte sie und war nicht wegzukriegen von dem Wagen. Nach einiger Zeit besannen sich die beiden und entschlossen sich dann doch was zu essen.

Karin erzählte ihnen alles.  Auch den Ärger mit ihrer Mutter. Lucia Lüdwitz hörte zu. „Karin mit der werde ich schon fertig. Aber dich und den Wurm im Wagen gebe ich nicht mehr her.

„Ich kenne das Thema. Seit meinem letzten Crashkurs Chirurgie bin ich glücklich verheiratet. Das sind schon wieder mal 35 Jahre her. Ich war damals 25 Jahre alt.“, sagte sie und lachte

 

Am Abende im Bett sagte sie zu Michael

„Der Crashkurs in Chirugie könnten wir ja nochmals wiederholen, ich habe nicht alles verstanden.“

Dann küssten sie sich.

 

Copyright 2005: Daniela



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